• Handyaktion Bayern – eine Kooperation
    von Mission EineWelt und dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.

Handyaktion Bayern

Handys sind aus dem Alltag nicht wegzudenken. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 35 Millionen neue Handys gekauft. Jedes Gerät wird nur ca. 18 Monate genutzt und dann durch ein neues ersetzt. Allein Handys verursachen so jährlich mindestens 5.000 Tonnen Elektronikschrott. Ausgediente Mobiltelefone verschwinden oft in der Schublade und bleiben dort. Doch die kleinen „Schatzkisten“ enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold oder Kupfer. Sie sind zu wertvoll, als dass sie ungenutzt bleiben sollten, auch weil die Rohstoffgewinnung massive Probleme verursacht.

Damit das nicht so bleibt, haben Mission EineWelt und das EineWelt Netzwerk Bayern die Handyaktion in Bayern gestartet. Machen Sie mit!

  • Sammeln Sie in der Schule, Gemeinde, Weltladen gebrauchte Handys
  • Unterstützen Sie damit Bildungsprojekte in Liberia, El Salvador und Bayern
  • Organisieren Sie Workshops, Aktionen, Bildungseinheiten zum Thema „Rohstoffe – Arbeitsbedingungen –  Handlungsmöglichkeiten“

Kontakt

Sie haben Fragen oder Anregungen zur Handyaktion Bayern? So erreichen Sie uns:

Mission EineWelt
Gisela Voltz, Caren Rehm

Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH), 5. Stock
Königstraße 64, 90402 Nürnberg

Telefon: 0911 36672-0, Fax: 0911 36672-19
Mail: info@handyaktion-bayern.de

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
Dr. Alexander Fonari

Weiße Gasse 3, 86150 Augsburg

Telefon: 089 35040-796
Mail: info@eineweltnetzwerkbayern.de

Was will die Handyaktion?

Handyaktion Bayern

Die Handyaktion Bayern beruht auf der Ursprungsaktion in Baden Württemberg. Gefördert über Mission EineWelt aus Mitteln der Evang.-Luth. Kirche in Bayern.

Mit der Handyaktion möchten wir die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Handyproduktion aufzeigen und dabei folgenden Fragen nachgehen:

  • Woher kommen die Rohstoffe, die für elektronische Geräte benötigt werden? Welche Folgen hat der Rohstoffabbau für Menschen und Umwelt?
  • Unter welchen Bedingungen werden Mobiltelefone hergestellt?
  • Wie werden Handys entsorgt?
  • Welche Möglichkeiten der Weiternutzung, des Reparierens, Recyclings gibt es?
  • Gibt es faire und umweltfreundliche Handys?
  • Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir, die Unternehmen, die Politik?

Mobiltelefone enthalten wertvolle Rohstoffe, deren Abbau zumeist mit Menschenrechtsverletzungen und Naturzerstörung verbunden ist. Umso wichtiger ist das fachgerechte Recycling ausgedienter Handys, durch das Rohstoffe zurückgewonnen und illegaler Export von Elektroschrott vermieden werden kann.

Teilnehmende Gruppen werden unterstützt, die Sammelaktionen mit Bildungsarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und politischen Aktivitäten zu sozialen und ökologischen Auswirkungen der Handyproduktion zu verbinden. Unsere Homepage bietet ihnen Anregungen für Aktivitäten und Materialien für die Bildungsarbeit. Dazu gehören Informationen rund um den Rohstoffabbau, die Produktion und Entsorgung von Mobiltelefonen sowie politische und individuelle Handlungsmöglichkeiten.

Gern beraten wir bei der Umsetzung der Sammelaktion und mit ihr verbundenen Aktivitäten und unterstützen bei der Vermittlung von ReferentInnen.

 

Logo Mission EineWelt

Mission EineWelt
Gisela Voltz, Caren Rehm

Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH), 5. Stock
Königstraße 64, 90402 Nürnberg

Telefon: 0911 36672-0, Fax: 0911 36672-19
Mail: info@handyaktion-bayern.de

Logo Eine Welt Netzwerk Bayern

Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.
Dr. Alexander Fonari

Weiße Gasse 3, 86150 Augsburg

Telefon: 089 35040-796
Mail: info@eineweltnetzwerkbayern.de

„Ich mach‘ mit! Ich bin Rohstofflieferantin!“

Schirmfrau Dr. Beate Merk, bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen © www.bayern.de

Ein Handy ist ein Schatz. Es enthält viele wertvolle Rohstoffe. Um den Wert dieser Rohstoffe nachvollziehen und verstehen zu können, ist es wichtig der Wertschöpfungskette des Handys nachzugehen. Viele dieser Rohstoffe werden unter ausbeuterischen Arbeitsbedingungen abgebaut und verarbeitet. Gemeinsam können wir den Rohstoffverbrauch einschränken und somit Ausbeutung vorbeugen. Mach mit: Sei auch Du Rohstoff-Lieferant/in!

Gisela Voltz

Machen Sie mit!

Werden Sie aktiv!
  • Informieren Sie sich über die problematischen Seiten des Handys!
  • Machen Sie Menschenrechte und Umweltzerstörung zum Thema – mit Infoständen, bei Gruppenabenden, in Schulen, in Gemeinden oder in der Partnerschaftsarbeit!
  • Organisieren Sie einen Vortrag oder einen Filmabend, z. B. mit Filmen der DVD „digital, mobil und fair“!
  • Informieren Sie sich, wie Sie ein altes Handy weiter nutzen können!
  • Beteiligen Sie sich an der Handy-Sammelaktion und unterstützen Sie damit auch Bildungsprojekte.
  • Hinterfragen Sie Ihr eigenes Konsumverhalten!
  • Fordern Sie von der Politik Rohstoffgerechtigkeit und mehr Transparenz in der Wertschöpfungskette! (Unterstützen Sie z. B. die Kampange Stop Mad Mining oder informieren Sie sich bei Germanwatch über aktuelle Petitionen)
  • Setzen Sie sich für faire Arbeitsbedingungen und Umweltschutz ein!
  • Bieten Sie eigene Bildungsangebote an: Workshops, Vorträge, Infoveranstaltungen, Filmabend mit Diskussion – Materialien finden Sie hier. Gerne unterstützen wir Sie bei der Vorbereitung eigener Bildungsangebote zum Thema Handy.
  • Starten Sie eine Handy-Sammelaktion und verbinden Sie diese mit der Bildungsarbeit rund ums Handy.

Wir helfen bei der Vermittlung von Referent/innen aus Ihrer Region. Bei Interesse an einem Workshop oder Vortrag kontaktieren Sie uns gerne.

Sammelbox zur Handyaktion
Gebrauchte Handys sammeln – für mehr Gerechtigkeit!

Starten Sie eine eigene Sammelaktion, z. B. in Ihrer Jugendgruppe, Schule, Kirchengemeinde, Weltladen oder Arbeitsstelle. Materialien für die Bewerbung Ihrer Aktion können Sie hier bestellen.

Wie das funktioniert?

In sechs Schritten erklären wir, wie Sie Sammelstelle werden können …

Schritt 1: Registrieren Sie sich

Registrieren Sie sich kostenfrei im Handysammelcenter der Telekom unter www.handysammelcenter.de/Partnerprogramm/BAY als Handy-Sammelstelle. Bitte achten Sie darauf, dass im Anmeldeformular nach dem Eingabefeld der E-Mail-Adresse „Handy-Aktion BAY“ angegeben ist. Benutzen Sie im Kennwort keine Sonderzeichen.

Schritt 2: Sammelboxen kostenfrei bestellen

Sobald Ihre Registrierung bestätigt ist, können Sie sich über das „Login“ anmelden. Wählen Sie danach die Option „Gemeinsam sammeln“. Bestellen Sie im Handysammelcenter kostenfrei die Sammelboxen. Sie erhalten diese gemeinsam mit dem Aktionsaufkleber für die Sammelbox, Plakaten und Flyern der Handyaktion spätestens nach fünf Werktagen.

Sie haben keine Aktionsaufkleber, Plakate oder Aufkleber für die Sammelbox erhalten?

Schicken Sie uns eine E-Mail an info@handyaktion-bayern.de. Es können zunächst nur zwei Boxen bestellt werden. Eine Nachbestellung von Boxen ist jedoch problemlos möglich.

Schritt 3: Sammelbox aufstellen + Handys sammeln

Falten Sie Ihre Sammelbox nach der mitgelieferten Anleitung zusammen. Dabei wird ein Stück des Kartons entfernt. Diesen Teil können Sie als Einsteck-Fach für Flyer an der Seite der Box befestigen (siehe Foto der Sammelbox). Stellen Sie die Sammelboxen an sicheren Standorten auf, die leicht überwacht werden können. Wenn Ihre Einrichtung öffentlich zugänglich ist, können Sie sich freiwillig in den Sammelstellenfinder auf dieser Homepage eintragen. Bitte schicken Sie hierfür eine E-Mail an info@handyaktion-bayern.de. Auch bei der Telekom können Sie sich über Ihr Profil in deren Sammelstellenfinder eintragen.

Verwenden Sie nur die Sammelbox für das Sammeln und die Rücksendung der Handys.

Schritt 4: Starten Sie Ihre Sammelaktion

Starten Sie nun Ihre Sammelaktion, beispielsweise in der Schule, dem Jugendwerk, in der Kirchengemeinde oder an Ihrer Arbeitsstelle. Materialien zur Bewerbung der Aktion können Sie hier bestellen.

Schritt 5: Sammelboxen kostenfrei zurücksenden

Nach Abschluss Ihrer Sammelaktion können Sie über das Handysammelcenter der Telekom Rücksendeaufkleber bestellen („Gemeinsam sammeln“) und damit die Boxen kostenfrei an die Telekom zurücksenden.

Tragen Sie auch hier wieder den Aktionscode „Handyaktion BAY“ ein.

Schritt 6: Erlös Ihrer Sammelaktion

Die Rücknahme, Weiternutzung und das Recycling der gebrauchten Mobiltelefone wird in Kooperation mit der Deutschen Telekom durchgeführt. Mit dem Erlös Ihrer Handy-Sammelaktionen unterstützen Sie Bildungsprojekte von Mission EineWelt  in El Salvador und Liberia sowie ein Projekt des Eine Welt Netzwerk Bayern.

FAQs zur Handyaktion Bayern
FAQs

Wie sicher ist das Recycling?

Die Te­le­kom Deutsch­land hält im ge­sam­ten Pro­zess der Han­dy-Rück­nah­me hohe Si­cher­heits­stan­dards im Da­ten­schutz ein. So­wohl bei Samm­lung und Trans­port, als auch bei der sorg­fäl­ti­gen Lö­schung der Daten auf den ge­brauch­ten Han­dys durch das zer­ti­fi­zier­te Fach­un­ter­neh­men Te­q­cy­cle GmbH setzt die Te­le­kom auf si­che­re Lö­sun­gen, die dem ak­tu­el­len Stand der Tech­nik ent­spre­chen. Der ge­sam­te Rück­hol­pro­zess in­klu­si­ve Da­ten­lö­schung, der von dem Un­ter­neh­men Te­q­cy­cle GmbH im Auf­trag der Te­le­kom Deutsch­land durch­ge­führt wird, wurde von der DEKRA zer­ti­fi­ziert.

Der Re­cy­cling­pro­zess fin­det bei dem zer­ti­fi­zier­ten Re­cy­cling­un­ter­neh­men Elec­tro­cy­cling in Gos­lar statt.

Uns als Han­dyak­ti­on ist es wich­tig, dass alle Pro­zes­se – die der Wie­der­ver­wer­tung und die des Re­cy­clings – über­wacht und zer­ti­fi­ziert sind.

Was soll ich mit dem Akku machen?

Der Akku soll in dem ge­brauch­ten Handy blei­ben, auch wenn er nicht mehr funk­tio­niert. Bitte keine losen Akkus bei­le­gen, da ein Kurz­schluss der Kon­tak­te zu einer Ex­plo­si­on füh­ren kann.

Was mache ich mit dem Ladegerät?

Das La­de­ge­rät und Zu­be­hör­tei­le wie Kopf­hö­rer etc. kön­nen auch in die Sam­mel­box ge­wor­fen wer­den. Diese wer­den über­prüft und even­tu­ell wei­ter­ver­wen­det.

Was passiert mit den Daten bei einer Weiternutzung?

Aus der Per­spek­ti­ve der Nach­hal­tig­keit ist es sinn­voll, ge­brauch­te Han­dys und Smart­pho­nes mög­lichst lange zu ver­wen­den.

Vor einer Wei­ter­nut­zung lö­schen zer­ti­fi­zier­te Fach­un­ter­neh­men in Deutsch­land alle Daten von den Han­dys und Smart­pho­nes der vor­he­ri­gen Nut­zer sorg­fäl­tig und nach dem höchs­ten Stan­dard. Da­nach wer­den die Ge­rä­te in Eu­ro­pa und Asien nach den stren­gen Richt­li­ni­en von Te­q­cy­cle ver­kauft und wei­ter­ge­nutzt. Wich­tig ist, dass nur voll funk­ti­ons­fä­hi­ge und kom­plett da­ten­ge­lösch­te Han­dys wei­ter­ver­kauft wer­den und dass vor dem Ein­wer­fen von ge­brauch­ten Han­dys in eine Sam­mel­box die SIM-und Spei­cher­kar­ten ent­nom­men wer­den. Aus Da­ten­schutz­grün­den dür­fen Han­dys, die in die Sam­mel­box ein­ge­wor­fen wur­den, nicht mehr aus den Boxen her­aus­ge­nom­men wer­den.

Die Kos­ten für eine pro­fes­sio­nel­le Da­ten­lö­schung und das Re­pa­rie­ren von ge­brauch­ten Han­dys sind re­la­tiv hoch, daher eig­nen sich nur hoch­wer­ti­ge Ge­rä­te, die noch einen ech­ten Nutz­wert haben, für den Wei­ter­ver­kauf. Wer sein Gerät selbst z.B. über ein On­line­ver­kaufspor­tal ver­kauft, soll­te nach­fra­gen, ob die per­sön­li­chen Daten auch si­cher ge­löscht wer­den.

Welche Metalle können recycelt werden?

Beim Recycling eines Mobiltelefons können im Schnitt pro recyceltem Gerät 150 mg Silber, 25 mg Gold und 9 Gramm Kupfer zurückgewonnen werden, darüber hinaus sehr kleine Mengen an Palladium und Platin.

Wie funktioniert der Recyclingprozess?

Zunächst werden funktionsfähige und nicht funktionsfähige Mobiltelefone getrennt. Funktionsfähige Geräte können – nach Löschung aller Daten – wiederaufbereitet und weiterverkauft werden. Das sind ca. zehn Prozent.

Nicht funktionsfähige Geräte werden recycelt. Dabei werden zunächst die Akkus, die gefährliche Stoffe enthalten, entfernt und fachgerecht entsorgt. Anschließend werden die Althandys mechanisch zerkleinert. Die Kunststoffe werden, aufgrund der Vielfalt der Farben und Kunststoffarten, energetisch verwertet.

Insbesondere die Leiterplatte des Handys enthält wertvolle Edelmetalle. Diese wird deshalb in einem speziellen weiteren Recyclingschritt behandelt – und zwar in einer modernen, entsprechend ausgestatteten Metallhütte (Schmelze). Hier werden diese sehr wertvollen Metalle abgetrennt und zurückgewonnen. Damit stehen sie dem Rohstoffkreislauf wieder zur Verfügung

Wer bekommt das Geld für die weiterverkauften Geräte? Welcher Gewinn wird dabei gemacht?

Die Te­le­kom ver­dient an der Han­dy­rück­nah­me nichts, son­dern trägt u.a. die Kos­ten für das Han­dy­sam­mel­cen­ter, die Sam­mel­bo­xen, Lo­gis­tik und das Porto für die Rück­sen­dung.

Einen Teil der Er­lö­se be­hal­ten die Re­cy­cling­be­trie­be ein, denn das fach­ge­rech­te Re­cy­cling in einem entsprechenden Bbe­trieb und das Ein­schmel­zen der Me­tal­le in einer Me­tall­hüt­te in Eu­ro­pa kos­ten Geld. Mit dem an­de­ren Teil des Er­lö­ses wer­den die Pro­jek­te der Han­dy-Ak­ti­on un­ter­stützt. Die Er­lö­se sind stark ab­hän­gig von den Roh­stoff­prei­sen. Ak­tu­ell wer­den 70 Cent pro Handy an die Pro­jek­te wei­ter­ge­lei­tet.

Warum kooperieren wir mit der Telekom?

Nach deutschem Elektroschrottgesetz sind nur Hersteller, Händler und öffentlich-rechtliche Entsorger dazu berechtigt, Althandys zu sammeln. Daher braucht die Handy-Aktion Bayern  einen offiziellen Sammelpartner. Die Telekom hat im Jahr 2014 zusammen mit der Deutschen Umwelthilfe das System des digitalen Sammelcenters entwickelt, um Sammelboxen online bestellen und einschicken zu können. Dieses System vereinfacht uns die Sammelaktionen.

Der Handyaktion Bayern ist bewusst, dass die Telekom wie andere Wirtschaftsunternehmen im Bereich Telekommunikation, Händler (aber auch KonsumentInnen) mit dazu beiträgt, dass wertvolle Rohstoffe übernutzt werden – mit all den sozialen und ökologischen Folgen. Unseres Erachtens verfolgt die Telekom aber eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie. So belegte die Telekom 2014 beim oekom-Branchenrating, das alle 3 Jahre stattfindet, den ersten Platz von 108 Unternehmen für ihre ökologischen und sozialen Leistungen. Die eigenen Endgeräte der Telekom (speedphone) tragen das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Zudem kooperiert die Telekom mit Fairphone und unterstützt dessen Aktivitäten.

Die Handyaktion Bayern möchte nicht aktiv für die Telekom werben, sondern die gegebenen Sachverhalte transparent aufzeigen

Wo finde ich FAQs für Sammelstationen?

Die FAQs für Sammelstationen finden Sie unter: https://www.handysammelcenter.de/FAQs

Sammelstellen in Ihrer Nähe

Klicken Sie auf die Markierung und Sie erhalten die vollständigen Adressdaten. Hier können Sie Ihr ausgedientes Mobiltelefon abgeben.

Materialien für Ihre Aktionen vor Ort!

Handykiste
Bildungsmaterialien

Für Ihre Aktionen vor Ort in Schule und Gemeinde bieten wir viele Informationen, Bildungsmaterialien und Arbeitshilfen zum Download und Ausleihen: Von der Handykiste, über die Rohstoffbox, Filme bis hin zu Unterrichtsmaterialien für die Grundschule und Sekundarstufe I & II.

Ausleihbare Kiste "Rund ums Handy" (ab 6. Klasse)

Handykiste

Mit Hilfe der Entwicklungspolitische Kiste lassen sich die Probleme von Ressourcenverbrauch, ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, fehlender Unternehmensverantwortung, Machtverhältnissen und kriegerischen Konflikten, Erfordernissen der Politik sowie Handlungsmöglichkeiten der Konsumen/innen sehr gut aufzeigen. Darüber hinaus will die Handykiste mit verschiedenen Stationen aus der Perspektive des Globalen Lernens anregen und bietet durch einen mitgelieferten Ordner zahlreiche Hintergrundinformationen, Zusatzmaterialien und Unterrichtsenwürfe auf CD. Das meist allgemein vorhandene Interesse an Themen rund ums Handy kann so für die entwicklungspolitische Bildungsarbeit genutzt werden.

Handykiste ausleihen

Handy-Rohstoffbox

Die Rohstoffbox enthält verschiedene Mineralien, die in Handys eingebaut sind. Sie ist auch von Lernmaterialien begleitet, die für interaktives Lernen verwendet werden können.

Die Handy-Rohstoffbox ist Bestandteil der Handykiste.

Filme im Netz

Die Filme rund um die Handyaktion befassen sich mit Fragen der Rohstoffgewinnung, der Gerätefertigung, der Entsorgung und Wiederverwertung. Das Aufzeigen von Alternativen ist dabei wichtig.

Filme zum Ausleihen (kostenpflichtig und kostenlos)

  • Gnadenlos billig. Der Handy-Boom und seine Folgen“ (28 min)
    Der Film (eine WDR-Produktion) macht sich unter anderem in Indien auf die Suche nach den Hintergründen des Handybooms: In der Hafenstadt Chennai montieren junge Wanderarbeiter für 35 Cent in der Stunde Mobiltelefone. Er zeigt auch, was mit dem illegal importierten Elektroschrott passiert. Der Film kann hier für Bildungszwecke kostenlos bestellt werden.
  • Digital – Mobil – und Fair?
    Die Filme dieser Themen-DVD befassen sie mit Fragen der Rohstoffgewinnung, der Gerätefertigung, der Entsorgung und Wiederverwertung. Das Aufzeigen von Alternativen ist dabei wichtig. Auf der DVD gibt es zudem umfangreiches Begleitmaterial mit Arbeitshilfen zu den einzelnen Filmen und

    • Sklavenarbeit für unseren Fortschritt (45 min)
    • Der digitale Friedhof (16 min)
    • Handy für das gute Öko-Gewissen (6 min)
    • Elektroschrott – Wohin mit dem Müll? (6 min)
    • Pfand oder Tonne (4 min)

    Diese DVD ist in der Handybildungskiste enthalten. Weitere Informationen zur DVD und den Filmen.

Diese DVD, herausgegeben vom EZEF, kann über die Evangelische Medienzentrale Bayerns ausgeliehen werden oder über das Amt für MÖWe bestellt oder ausgeliehen werden.

Materialien für die Konfirmanden- und Jugendarbeit

Die Han­dy-Con­nec­tion
Die Be­gleit­bro­schü­re zu dem Pro­jekt „Die HAN­DY-con­nec­tion – eine ent­wick­lungs­po­li­ti­sche De­tek­tiv­tour“ gibt An­re­gun­gen für die au­ßer­schu­li­sche Ju­gend­ar­beit und den Un­ter­richt, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zur glo­ba­len Lie­fer­ket­te eines Han­dys und kon­kre­te Hand­lungs­mög­lich­kei­ten.

„Dein Handy – eine Schatz­kis­te!“
Der Steig­bü­gel – Pra­xis­hil­fe für die Ar­beit mit Ju­gend­li­chen
Eine Grup­pen­stun­de rund um das Handy mit krea­ti­ven Ideen, um bei Ju­gend­li­chen das Be­wusst­sein zu för­dern, dass Han­dys wert­vol­ler sind, als auf den ers­ten Blick er­kenn­bar ist. Aus dem „Steig­bü­gel – Pra­xis­hil­fe für die Ar­beit mit Ju­gend­li­chen“ (Heft 359 – 1/2016).

Aktiv – Krea­tiv – De­mons­tra­tiv
Hand­buch der Ideen und Tipps für po­li­ti­sche Stra­ßen­ak­tio­nen
Flashmob, Ver­steck­tes Thea­ter, Öf­fent­li­che In­stal­la­ti­on – krea­ti­ve Ak­tio­nen be­kom­men mehr Auf­merk­sam­keit, ma­chen den Be­tei­lig­ten mehr Spaß und bie­ten eine fri­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on für mit­un­ter tro­cke­ne po­li­ti­sche The­men. Aber wie soll­te man am bes­ten vor­ge­hen? Wel­che Dinge sind zu be­ach­ten? Das Ak­ti­ons­hand­buch bie­tet prak­ti­sche In­for­ma­tio­nen und An­re­gun­gen zur Or­ga­ni­sa­ti­on und Durch­füh­rung ver­schie­de­ner krea­ti­ver Stra­ßen­ak­tio­nen, mit kla­ren An­ga­ben zu den be­nö­ti­gen Res­sour­cen. Die an­spre­chen­de gra­fi­sche Ge­stal­tung un­ter­stützt den Ak­ti­ons­cha­rak­ter und macht Lust, selbst los­zu­le­gen.

Ar­beits­hil­fe für die Kon­fir­man­den­ar­beit
Die folgende Unterrichtseinheit ist für die Konfirmandenarbeit und ältere Jugendliche konzipiert. Im Update 2.2. des Arbeitsheftes für die Konfirmandenarbeit finden Sie eine vollständige Einheit für zweimal 90 Minuten, die auch für die Vorbereitung eines Gottesdiensts dienen. Materialien zum Baustein von Ralf Häußler mit einem Quiz, Informationen zur Handyproduktion etc. können Sie hier herunterladen.

Und ver­gib uns un­se­re Schuld
Kon­fir­man­den­ma­te­ri­al der VEM zu Schuld und Mo­bil­te­le­fo­nen
Zu­nächst be­schäf­ti­gen sich die Teil­neh­men­den mit ihren ei­ge­nen Han­dys und deren Her­stel­lungs­pro­zess. Dabei wird vor allem der Abbau des Mi­ne­rals Col­tan im Ost­kon­go be­leuch­tet. Daran schließt sich die Frage an, ob die Teil­neh­men­den schul­dig an den Zu­stän­den im Ost­kon­go sind. Ab­schlie­ßend wird nach al­ter­na­ti­ven Hand­lungs­mög­lich­kei­ten ge­sucht.

Flyer zur Handyaktion
Plakate, Flyer und Vorlagen für Ihre Öffentlichkeitsarbeit

Zusätzlich zu den Bildungsmaterialien erhalten Sie Plakate, Flyer und Vorschläge für die Pressearbeit für Ihre Veranstaltung oder Handysammelaktion sowie Unterstützung bei der Vermittlung von ReferentInnen und Durchführung von Bildungseinheiten sowie Workshops. Hier können Sie sämtliche Vorlagen downloaden oder für Ihre eigene Sammelaktion bestellen.

Den Flyer gibt es in einer Falt- und einer Seitenversion. Daneben warten die Plakate der Handyaktion hier auf Sie. Für den Gemeindebrief oder Pressemitteilungen stellen wir Ihnen Vorlagen zur Verfügung, die Sie individuell bearbeiten können.

In Kürze folgt …

  • Vorschlag Gemeindebrief (PDF)
  • Vorschlag Pressemitteilung (PDF)
  • Mustervortrag zur Handyaktion Bayern (PDF)
Plakat Handyaktion
Material kostenlos bestellen
  • gewünschte Anzahl
  • gewünschte Anzahl
  • gewünschte Anzahl

Themen

Mit der Handyaktion Bayern  möchten wir die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Handyproduktion aufzeigen.

Logo Handyaktion

Erlös der Handyaktion

Folgenden Bildungsprojekten kommt der Erlös aus der Handysammelaktion zu Gute:

Ausbildung von Umwelt-Spezialisten in El Salvador

Hintergrund:

Das Thema Umweltschutz und Emissionsreduzierung ist in den letzten Jahren nicht nur global, sondern auch National in El Salvador immer mehr in den Fokus gerückt. Gewässer und Agrarland sind durch Abfälle und Chemikalien verschmutz und übersäuert, Wasser- und Klimakreisläufe geraten durch exzessive Abholzung der Wälder immer mehr durcheinander – lange Dürreperioden und andererseits Überschwemmungen sind die Folgen – und durch die beschleunigte Verstädterung, vorlaufende Modernisierung und den Zugang von immer größeren Teilen der Bevölkerung zu Strom und Elektronik ist auch hier ein schonender Umgang mit Ressourcen essentiell.

Die ersten und effektivsten Fortschritte in dem Bereich des nachhaltigen Zusammenlebens mit unserer Umwelt, werde am besten durch ein Programm zur Bewusstseinsschaffung erreicht. Die Veränderung fängt mit jedem einzelnen von uns an und in den meisten privaten und öffentlich Fällen in denen Umwelt und Ressourcen verschmutzt oder verschwendet werden, liegt das hauptsächlich an fehlendem Wissen und „Umwelt“-Bildung. Recyclebares Material wird verbrannt, Müll fliegt aus den Fenstern, Strom und Energie wird verschwendet und Wälder fortlaufen abgeholzt.

Klimaschutz und Entwicklung gehen Hand in Hand. Besonders die ärmsten und anfälligsten Länder und Gesellschaftsschichten sind vom Klimawandel am stärksten betroffen und sehen sich meist hilflos, auf die Folgen einzustellen. Schon jetzt verlieren viele Familien durch die Veränderung der Wasser- und Klimakreisläufe ihre komplette Ernte, oder sogar ihren kompletten Besitz und vielen bleibt keine andere Chance als Migration, weg aus der Heimat, über einen lebensbedrohlichen Weg, in eine ungewisse Zukunft.

Ziele:

Schaffung und Ausbildung einer landesweiten Gruppe von sogenannten „Umwelt-Spezialisten“ innerhalb der Lutherische Kirche El Salvador. Diese wird sich im Verlauf eines halben Jahres an sechs verschiedenen Terminen mit verschiedenen Umweltthemen – wie Energie, Wasser, Entwaldung, Abfälle – beschäftigen. Im Juni wird das Programm des ersten Jahres dann mit einem Umwelttag in der Synode in San Salvador gekrönt. Hier gelingt ein Austausch zwischen den Jugendlichen, Gemeindemitgliedern und anderen interessierten über die verschiedenen Teilthemen von Umwelt und Umweltschutz. Im Anschluss werden die Themen in die einzelnen Gemeinden getragen, wo jeweils während des zweiten Halbjahres der einzelnen Programmjahre, Thementage von Jugendlichen organisiert und Ideen für Kleinprojekte initiiert werden.

Langfristig soll auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen koordiniert werden. Auf Anfrage bestand ein sehr großes Interesse und auch die Lutherische Kirche El Salvador hat über Lutherische Schulen und Kontakte zu Lehrern und Direktoren einen gute Ausgangspunkt.

Geplante Maßnahmen:

Folgende Maßnahmen sollen durch den Erlös aus der Handyaktion umgesetzt werden:

  • Drei theoretische Fortbildungstage mit jeweils einem darauffolgenden Kleinprojekt, passend zum Thema, um das gelernte anzuwenden und zu vertiefen.
  • Ein „Umwelttag“ in der Synode in San Salvador, um Erfahrungen mit der Lutherischen Kirche El Salvador und besonders mit den Pfarrern der Micro-Regionen zu teilen.
  • Seminar für die Umwelt-Gruppe und interessierte Pfarrer zu Ausarbeitung der Umwelttage in den einzelnen Gemeinden.
  • Umwelttage, organisiert von den fortgebildeten Jugendlichen, in drei der Micro-Regionen um das angeeignete wissen in die Gemeinden zu tragen und eine flächendeckende nachhaltigen Lebensweise zu fördern.
  • Zusammenarbeit mit Schulen um erlerntes Wissen an Schüler weiterzugeben und das Umwelt-Programm weiter wachsen zu lassen.
Lutherische Schulen in Liberia

Hintergrund:

In Liberia träumt jedes Kind davon zur Schule zu gehen. Schule – das ist das richtige Leben, und nicht eins als Straßenverkäufer, Schuhputzer, Wasserträger, Reisfarmer, oder Arbeiter im Steinbruch. Schule – das ist, wo die Freundinnen und Freunde hingehen. Wo man interessante Dinge lernt. Schule – das ist der Weg voran.

Doch nicht immer bietet Schule auch das, was sich die vielen Kinder davon erhoffen. Die Lehrer/innen kommen nicht. Oder sie schicken einen Bekannten, der an ihrer Stelle den Unterricht eher schlecht als recht durchführt. Vielleicht kommen sie für 2-3 Stunden, und schreiben ihre Unterrichtsstunde an die Tafel an. Die Schüler in den Klassen schreiben das dann ab, und lernen vielleicht etwas dazu. Oft ist die Schule um 10:30 schon wieder aus. Ein Zeugnis zum Halbjahr? Das wäre schön – oft kommt es erst mehrere Wochen später …

Für viele Kinder ist es normal, auch in der sechsten Klasse noch nicht richtig lesen zu können. Und selbst das 1×1 ist für manchen Zehntklässler noch zu schwer.

Die lutherischen Schulen sind anders. Jede der 29 lutherischen Schulen in Liberia ist Mitglied im Schulverbund „Lutheran School System“. Von zentraler Stelle aus stehen Spezialisten den Lehrerinnen und Lehrern zur Seite, arbeiten Unterrichtsmaterialien aus, produzieren Schulbücher. Darüber hinaus wird der Verwaltung geholfen, dass Noten nicht verloren gehen, und Zeugnisse rechtzeitig ausgestellt werden. Jedes Jahr werden die Lehrer weiter fortgebildet, damit sie im kommenden Schuljahr noch besser sind. In jeder Schule sorgen gut ausgebildete Schulleiter dafür, dass Unterricht wirklich stattfindet, dass Lehrer wirklich kommen und guten Unterricht machen.

Viele Schüler sind stolz darauf, auf eine lutherische Schule zu gehen. Denn sie wissen: dieser Weg führt wirklich voran.

"Eine Welt-Kitas" in Bayern
Globales Lernen, Kindern die Welt zeigen

Globales Lernen in bayerischen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen.

Ziele:

Ziel des Projektes „Eine Welt-Kita“ ist es, Themen der „Einen Welt“ bzw. des „Globales Lernens“ als Bildungskonzept in bayerischen Kindergärten und Kindertagesstätten stärker zu verankern und pädagogische Fachkräfte bei dieser Aufgabe zu unterstützen.

Geplante Maßnahmen:

Hierfür werden Multiplikator/innen gesucht und Fortbildungen für interessierte Erzieher/innen angeboten. Zudem werden im Rahmen von Netzwerktreffen gute Beispiele, Methoden, Materialien und Ideen ausgetauscht und voneinander gelernt. Kitas, die die genannten Themen konzeptionell berücksichtigen, können sich dann um eine Auszeichnung als „Eine Welt-Kita – fair und global“ bewerben.

Das Projekt wird von einem Kooperationsbündnis begleitet. Hierzu gehören Trägerorganisationen von Kitas und Nichtregierungsorganisationen aus Bayern, die im Bereich Globalen Lernens tätig sind (unter anderem Mission EineWelt).

Weitere Informationen:

Projektstart: 1.6.2017
Projektwebsite: www.eineweltkita.de

Mit der Handyaktion Bayern  möchten wir die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Handyproduktion aufzeigen.

Gisela VoltzAnsprechpartnerin für die Handyaktion Bayern von Mission EineWelt
Jetzt spenden