Foto: Werner Kronenberg

Foto: Werner Kronenberg

Das Lutheran Hospital in Ilembula im Süden Tansanias hat einen neuen OP-Saal. Insgesamt stehen den Ärztinnen und Ärzten damit nun drei Operationssäle zur Verfügung. Die Bauzeit für den neuen OP nach Entwürfen des von Mission EineWelt ausgesendeten Architekten Tomas Caspary belief sich auf rund zwei Jahre. „Der neue OP hat viele bauliche Details, die gut überlegt sind“, freut sich Werner Kronenberg, der, ausgesendet von Mission EineWelt, als Facharzt für Chirurgie an den kirchlichen Krankenhäusern in Ilembula, Itete und Matema arbeitet und das medizinische Personal schult. „Insbesondere die Terrazzo-Böden, die Tomas Caspary statt der üblichen Fliesen als Bodenbelag verwendet, um störende Unebenheiten auszuschließen, haben sich bewährt.“ Zu den wichtigen Details gehört auch ein elektrisches Backup-System mit modernen Batterien, mit dem Stromausfälle kompensiert werden können.

Finanziert wurde der rund 120.000 Euro teure Bau des neuen OP-Saals aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes (KED) in Bayern. Die komplette Ausstattung für den neuen Operationssaal sowie die Neuausstattung für einen der bestehenden OPs wurden laut Kronenberg mit rund 70.000 Euro aus privaten Spenden finanziert. „Das ist zwar viel Geld, aber in Deutschland würde ein OP-Saal plus Ausstattung ein Vielfaches kosten“, erläutert der Chirurg. Angesichts der rückläufigen staatlichen Unterstützung für kirchliche Krankenhäuser seien die kirchlichen Mittel noch einmal wichtiger für den Erhalt der Krankenhäuser und die Fortsetzung der medizinischen Arbeit, betont Kronenberg.