Mittelfränkische Posaunenchorlehrer in Brasilien

Abschlussgottesdienst beim nationalen Posaunenchortreffen in Brasilien. © Hans Zeller MEW

So richtig hell war es noch nicht, als frühmorgens Jugendliche, Frauen und Männer zur großen Turnhalle in Maria de Jetiba, im brasilianischen Bundesstaat Espirito Santo, kamen. Dass mitten in der Woche viele Menschen mit ihren Blasinstrumenten zusammenkommen, ist für Brasilien nicht normal. Doch es war ein besonderer Tag: Das XII. Nationale Treffen der Posaunenchöre der Evangelischen Kirche lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, das vom 19. bis 23. August stattfand.

Alle zwei Jahre findet dieses Treffen statt. „Es soll die Motivation der Bläserinnen und Bläser stärken und es ist die Gelegenheit, neue Techniken zu erlernen“, davon ist Pfarrer Ari Käfer, Vorsitzender des brasilianischen Posaunenchorverbandes, überzeugt und ergänzt: „Die Posaunenchorarbeit ist für uns eine wichtige missionarische Aufgabe.“

In diesem Jahr waren vier Franken als Lehrer bei dem nationalen Treffen. Unter der Leitung von Hans Knöllinger waren Norbert und Martin Weber sowie Gerhard Ulsenheimer nach Brasilien gereist und unterrichteten in Gruppen mit rund 40 Personen. Ihre Anleitungen mussten gedolmetscht werden, eine besondere Herausforderung. Trotzdem sind die vier Bläser mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Denn wenn die missionarischen Aktivitäten gelingen sollen, dann müssen auch reine und klare Töne zu hören sein“, betont Pfarrer Ernesto Friedrich, Kirchenpräsident der brasilianischen Kirche.

Sowohl vom bayerischen Posaunenchorverband als auch von Mission EineWelt wurde dieser Einsatz der vier Posaunenchorlehrer aus dem Raum Großhabersdorf in Mittelfranken unterstützt.