Das hebräische Wort „Capernaum“ bedeutet in etwa so viel wie „Chaos“. Kann es Hoffnung im Chaos geben? – Der nach ärztlicher Schätzung zwölfjährige Zain hat schon mehr als genug Elend für ein ganzes Leben hinter sich, als er im Gefängnis landet. Von einem besseren Leben kann er nur träumen. Er wächst in Beirut zusammen mit seinen Geschwistern bei Eltern auf, die sich kaum für ihre Kinder interessieren. Die Erziehungsmethoden sind brachial. Der Kleinste wird schonmal an die Kette gelegt, wenn er stört. Als die Eltern dann noch Zains kleine Schwester mit dem Vermieter verheiraten, haut Zain ab. Eine Odyssee durch die Slums von Beirut beginnt. Am Ende trifft Zain eine Entscheidung von brutaler Konsequenz.

„Capernaum – Stadt der Hoffnung“ wurde im Jahr 2018 mit Laiendarsteller/innen in Beirut gedreht. Mit dokumentarischem Gestus leuchtet das von Nadine Labaki inszenierte Drama schonungslos den von Ungerechtigkeit und Ausbeutung geprägten Alltag in den Armenvierteln Beiruts aus.

Das Mittwochskino von Mission EineWelt zeigt „Capernaum – Stadt der Hoffnung“ am 26. Februar 2020 um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau). Der Eintritt ist frei.

 

Foto: Alamode (Central)