Am 18. November 2017 ist Eva Caspary im Alter von 83 Jahren verstorben. Sie war über sechs Jahrzehnte lang eine tragende Säule der Partnerschaftsarbeit von Mission EineWelt und ihrer Vorgänger-organisationen mit Tansania. Ihr nimmermüdes Engagement und ihre Beharrlichkeit erhielten die Partnerschaft mit Tansania lebendig und brachten sie mit immer wieder neuen Impulsen voran. „Ohne Eva Caspary wäre die Partnerschaftsarbeit mit Tansania nicht da, wo sie heute ist. Sie war und ist eine große Inspiration für unsere Arbeit“, würdigt Gabriele Hoerschelmann, Direktorin von Mission EineWelt, die Verstorbene.

Vor 59 Jahren reiste Eva Caspary, ausgesandt durch das Leipziger Missionswerk, zusammen mit ihrem Mann, Pfarrer Dietrich Caspary, zum ersten Mal nach Tansania, das damals noch Tanganyika hieß. Während Dietrich Caspary als Distriktmissionar in der Gegend von Karatu in der heutigen Norddiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche Tansanias arbeitete, engagierte sich Eva Caspary im Gemeindeaufbau.

Nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1971 und einer Zwischenstation mit Gemeindearbeit in der Kirchengemeinde Kreuzwertheim übersiedelte die Familie Caspary nach Neuendettelsau, wo Pfarrer Caspary bis zu seinem Tod mit 50 Jahren als Dozent am Missions- und Diasporaseminar lehrte.

Eva Caspary setzte hier ihr Engagement für die Partnerschaft mit Tansania fort. Unter anderem verantwortete sie über 30 Jahre lang die „TANSANIA Information“, eine monatliche Zusammenfassung von Meldungen verschiedener tansanischer Medien für einen deutschsprachigen Leserkreis. Auf 12 Seiten finden sich, nach Themen geordnet, aktuelle Nachrichten aus dem ostafrikanischen Land. Zudem arbeitete sie von 1982 bis zu ihrem Ruhestand für das damalige Missionswerk der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (heute Mission EineWelt) als Mitarbeiterin bei Vorbereitungsseminaren für Überseemitarbeitende. Sie gab Einführungskurse in die Suahelisprache und kümmerte sich als Hausmutter des Gästehauses um Gäste aus der weltweiten Kirche.

Von einem schweren Unfall im Jahr 2002 erholte sie sich nur langsam. Gesundheitliche Probleme zwangen sie schließlich, die Arbeit, die sie ehrenamtlich auch über den Ruhestand hinaus leistete, zu beenden. Ihr Einsatz wirkte auch über kirchliche Kreise hinaus. Im November 2011 wurde ihr für ihr langjähriges Engagement im Dienst der Partnerschaft mit Tansania der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Eva Caspary hinterlässt drei Kinder und sechs Enkel. Mission EineWelt wird Eva Caspary in dankbarer Erinnerung behalten.