Nach fünf Jahren als ökumenische Mitarbeiterin bei Mission EineWelt wurde am 23. November 2019 Margaret Obaga offiziell verabschiedet. Zusammen mit ihrem Mann William, der als Kirchenmusiker an der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie in Hermannsburg gelehrt hat, kehrt die Theologin im Dezember zurück in ihre Heimat Kenia. „Wir sind Euch beiden unheimlich dankbar“, sagte Mission EineWelt-Direktorin Gabriele Hoerschelmann dem Ehepaar zum Abschied. Ökumenische Mitarbeitende seien „ein unschätzbarer Schatz für Mission EineWelt“.

Vor ihrer Zeit bei Mission EineWelt leitete die 59-Jährige unter anderem die Frauenarbeit der Kenianischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (KELC). Sie beschäftigte sich mit Problemen wie häusliche Gewalt und Alkoholismus in Familien und trat für die Gleichberechtigung von Frauen ein. Für den Lutherischen Weltbund war sie Mitglied in dessen Stab anlässlich der „Dekade gegen Gewalt an Frauen“. Thema ihrer Promotion war „Seelsorge in Familien, die von häuslicher Gewalt betroffen sind“.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeit als Studienleiterin in den Referaten Mission Interkulturell und Partnerschaft und Gemeinde bei Mission EineWelt stand für Margaret Obaga das Thema „Religion und Konfliktmanagement“. Bei diversen Studientagen, Workshops und weiteren Veranstaltungen brachte die Theologin ihre Expertise ein. Wichtig war ihr dabei besonders der interkulturelle Dialog. Unter anderem entwickelte sie zusammen mit ihren Kollegen Manfred Kurth und Christoph von Seggern das Workshopangebot für HelferInnenkreise in der Flüchtlingsarbeit „Interkulturelles Verstehen“.

„Freie und offene Kommunikation ist entscheidend für eine gelingende Partnerschaft. Wenn wir versuchen, einander zu verstehen, zu respektieren und zu vertrauen, können wir damit eine neue Kultur der Partnerschaft schaffen“, bekräftigte Margaret Obaga während ihrer Abschiedspredigt am Samstag in der Neuendettelsauer St. Nikolaikirche.

In Kenia wird Margaret Obaga voraussichtlich für die KELC im Bereich Diakonie arbeiten.