Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Lukas 10,20

 

Wo überall sind unsere Namen verzeichnet? – Zum Beispiel auf dem Standesamt oder im Kirchenbuch: Wir haben Abstammungsurkunde, Geburtsurkunde, Taufurkunde, Schulzeugnisse.

Oder es geht auf eine Reise: Hallo, Sie dürfen nicht mit, Ihr Name steht nicht auf der Liste. Das kann viel Ärger bedeuten. Manchmal kann man das Versehen ausbessern, aber oft ist es zu spät. Es gibt aber auch Listen, auf denen wir lieber nicht stehen. Früher gab es das „Leumundszeugnis“, in dem stand, dass wir eine „weiße Weste“ haben. Heute gibt es dafür das „Führungszeugnis“.

Manchmal werden wir auch einfach vergessen. Sind wir zu unbedeutend, unerwünscht oder gar lästig? – Das kann schmerzen.

Aber einer vergisst uns nicht! Die Geltungsdauer eines Ausweises kann ablaufen oder er kann gestohlen werden. Aber Gott vergisst uns nicht. Gott wartet auf uns. Er ist der Vater, der Geduld hat und uns immer wieder neue Möglichkeiten auftut, gewöhnlich unsichtbar, manchmal aber überraschend klar. Der Lebensweg ist keine Autobahn, soll aber auch kein Irrweg sein. Gott will unserem Leben Sinn und Ziel geben. In der Taufe, als wir noch hilflos waren, hat er sein „Ja“ zu uns gesagt und uns einen beständigen Namen gegeben. Jesus steht als Bruder an unserer Seite. Wir müssen nicht autark sein oder uns durchs Leben boxen. Jesus hilft uns mit seinem Wort und stärkt uns in der Gemeinschaft mit anderen Brüdern und Schwestern durch das Heilige Abendmahl, seine Liebe kennt keine Grenzen. Sie gibt uns Vergebung und öffnet Türen, bis zu der letzten Tür zur Ewigkeit, für die er allein den Schlüssel hat.

Wir beten: Lieber himmlischer Vater, danke, dass wir allezeit mit dir reden dürfen, dass wir dir nicht gleichgültig sind und du uns niemals vergisst. Amen

 

Andacht: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk

 

 

But rejoice that your names are written in heaven. Luke 10.20

 

Where are our names listed? – At the registry office or in the church register for example: we have a full form birth certificate, a birth certificate, baptismal certificate, school reports.

Or you go on a journey: Hallo, you aren’t allowed to come along, your name is not on the list. That can mean a lot of trouble. Sometimes the mistake can be corrected, but often it is too late. But there are also lists you don’t want to be on. In Germany there once was a certificate of repute that said whether we had clean hands. Today there is a certificate of conduct for this purpose.

Sometimes we also are just forgotten. Are we too insignificant, unwelcome or even a nuisance? That can hurt.

But one does not forget us! The validity of the passport can expire or the passport can be stolen. But God doesn’t forget us. God is waiting for us. He is the father who has patience and who gives us new opportunities again and again, usually invisible, sometimes even surprisingly clear. The way of life is no highway but shouldn’t be a false path. God wants to give our life a sense and a target. In the baptism when we were still helpless, he said his “yes” to us and gave us a permanent name. Jesus stands by our side as a brother. We don’t need to be self-sufficient or have to push us through life! Jesus helps us with his word and strengthens us in communion with other brothers and sisters through holy communion, his love knows no bounderies. It offers forgiveness and opens doors up to the last door to eternity for which he alone has the key.

Let us pray:

Dear Heavenly Father, thank you that we are allowed to talk to you at all times, that you are not indifferent to us and that you never forget us. Amen

 

Prayer: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk