Illustration: Heike Halbmann

Illustration: Heike Halbmann

 

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen! Psalm 95, 2

 

Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen … ich gebe zu, dass mir das nicht immer gelingt. Es gibt Zeiten, in denen ich mich eher im Gedicht „Warum ich gott so selten lobe“ von Dorothea Sölle wiederfinde. Es endet mit der schönen Zeile: „Außerdem hätte ich nichts gegen gott/wenn er sich an seine versprechen hielte.“

Umso erstaunter war ich deshalb zu lesen, dass die gleiche Dorothea Sölle bei einem Glas Wein dieses aus ihrer persönlichen Frömmigkeitspraxis verriet: „Ich habe mir etwas vorgenommen. Ich habe mir angewöhnt, jeden Tag drei Dinge zu finden, für die ich Gott loben kann. Für mich ist dies eine geistlich-politische Übung von hohem Wert und ein Antidepressivum von großer Kraft.“

(Quelle: Waldemar Pisarski, Auch am Abend wird es Licht sein. München, 4. Aufl. 2017)

Ja, es mag uns nicht immer auf der Zunge liegen, der Dank und das Lob Gottes. Aber wir können es üben. Und es wirkt. Der Beter des Psalms wusste es schon lange …

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Heike Halbmann, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Let us come into his presence with thanksgiving; let us make a joyful noise to him with songs of praise! Psalm 95:2

 

Let us come into his presence with thanksgiving … I admit that I don’t always succeed with this. Sometimes I rather tend to find myself in Dorothea Sölle’s poem „Why I so rarely praise God“. It ends with the beautiful line: „Besides, I wouldn’t mind God/if he kept his promises.“

I was therefore all the more surprised to read that the same Dorothea Sölle, over a glass of wine, revealed this from her personal practice of piety: „I have made a resolution. I have made a habit of finding three things every day for which I can praise God. For me, this is a spiritual-political exercise of great value and an antidepressant of great power.“

(Source: Waldemar Pisarski, Auch am Abend wird es Licht sein. Munich, 4th ed. 2017)

Yes, it may not always be on the tip of our tongue, thanksgiving and the praise of God. But we can practise it. And it changes our life. The writer of Psalm 95 knew it long ago …

 

Prayer: Klaus Dotzer

Illustration: Heike Halbmann