Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Matthäus 5,9

 

Welch ein Gottesgeschenk, dass wir hier und heute in Frieden leben dürfen! Das ist nicht selbstverständlich! Jesus ruft uns in der Bergpredigt zu etwas Besonderem auf: Macht doch Frieden! Ihr könnt so viel, warum fertigt ihr keinen Frieden! Ihr bautet große Kirchen und Schlösser. Aber leider habt ihr das Kreuz, das Zeichen meines Leidens und Sterbens, das Zeichen des Friedens, umfunktioniert zum Zeichen der Belohnung im Krieg. Das darf nicht sein! Wir können aus Jesus, dem Friedensfürsten, keine Leitfigur für Kriegshelden machen, denn wir sollen Gottes Kinder heißen – ohne Blut an den Händen.

Bei vielen Erstlingstaufen in Papua-Neuguinea wurde vor der Taufe ein Bußgottesdienst abgehalten. Dazu gehörte, einen Holzstoß anzuzünden, in dem alle Kriegs- und Zaubersachen öffentlich verbrannt wurden. Wir neu getauften Christen und Christinnen brauchen das nicht mehr, wir brauchen keine Heidenangst mehr zu haben, denn der lebendige Christus ist unser Herr und Meister. Wir sind nicht ,,wehrlos“, denn wir haben einen Vater im Himmel, der uns nicht verlässt.

lm Lateinischen steht: BEATI PACIFICI, selig die Pazifisten, die Friedensmacher. Das sind keine Feiglinge, sondern ,,Mutlinge“, die mit ihrem Glauben ernst machen wollen.

Das Rote Kreuz ist zu einem Zeichen des Friedens geworden. Der Schwede Alfred Nobel stiftete den ,,Friedensnobelpreis“, den 1901 als erste der Schweizer Henry Dunant und der Franzose Frédéric Passy erhielten.

Friedenschließen und Streit beenden, das ist nicht nur eine Aufgabe für die große Politik, sondern für uns alle, auch wenn wir dafür keinen Preis ergattern. Frieden in der Familie und Ehe ist immer in Gefahr. Wie kommen wir da zu Frieden und Verständigung: Mann und Frau, Eltern und Kinder, bis hin zu den Großeltern und Enkeln? – Denken wir an die Brüder Kain und Abel oder die Zwillingsbrüder Jakob und Esau. Es ist schwieriger als einfach zu sagen: Der/Die Klügere gibt nach.

Vergessen wir nicht die Verheißung an uns: Denn sie werden Gottes Kinder heißen. Frieden entsteht nicht durch Gewalt oder Überredungskünste. Er bleibt ein Geschenk Gottes, um das wir bitten wie um das tägliche Brot.

Dona nobis pacem.

 

Andacht: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk

 

 

Blessed are the Peacemakers: for they shall be called the Children of God. Matthew 5:9

 

What a divine present that we can live in peace in our country. That is not naturally. ln the Sermon of the Mountain Jesus offers us something special: Make peace and you will be blessed. We can make so many wonderful things, build huge Cathedrals with organs, but are they representing the Prince of Peace or our own ambitious feelings?

Many first baptisms in Papua New Guinea had a penitential service before they were baptized. To light a pile of wood in which all war and magic items were publicly burned was a part of it. We newly baptized christians do not need this anymore, we don’t need to be terrified anymore, because the living christ is our lord and master. We are not defenseless because we have a father in heaven who does not leave us. In Latin is written: BEATI PACIFICI, blessed are the pacifists, the peacemakers. They are not cowards, they are brave people who want to take their faith seriously. The red cross has become a symbol of peace. The swede alfred nobel donated the nobel peace prize which the swiss Henry Dunant and the french Frederic Passy were the first to receive. Create peace and end disputes is not only a challenge for the big politic, but for all of us, even when we do not receive a prize for it. The peace in the marriage and the family is always in danger. How do we come to peace and understanding? Man and woman, parents and children, up to the grandparents and grandchildren. Let’s think of the brothers Kain and Abel or the twins Jakob and Esau. It is more difficult than simply saying: the wiser gives in.Let’s not forget the promise to us: for they will be called children of God. Peace does not come about through violence or persuasion. It remains a gift from god that we ask for like our daily bread.Dona nobis pacem.

 

Prayer: Karl Lippmann

Illustration: Daniela Denk