Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Und ich frag dich: „Ich habe so oft alles gegeben, aber war das am Ende genug?“

Und du sagst: „Ja! Das ist doch dein erstes Mal Leben und deshalb dein bester Versuch!“

Julia Engelmann

 

Dieses Zitat der deutschen Dichterin, Musikerin und Schauspielerin Julia Engelmann möchte ich Ihnen und Euch heute mit auf den Weg geben!

Denn bestimmt hat sich jede und jeder von uns schon mehr als einmal gefragt, ob sie oder er denn „genug“ ist oder „genug“ geleistet hat. Oder ob da noch mehr „geht“, „Luft nach oben“ ist, „Optimierungspotential“ drinsteckt. Nicht wenige werden dann unzufrieden mit sich und der Welt, schließlich gibt es immer jemanden, die oder der (vermeintlich) besser ist, höher springen kann und weiter laufen. Und auch die Leistungsgesellschaft, in der wir leben, vermittelt ja bereits den Kleinsten, wie essenziell Erfolg ist, und dass man um jeden Preis etwas „erreichen“ muss im Leben.

Da ist es nicht verwunderlich, dass sich viele insgeheim wünschen, einfach mal „genug“ zu sein, „genug“ getan zu haben und anerkannt zu werden, so wie sie sind. Auch mir geht es oft so! Ich versuche mich dann zu erinnern, dass ich zumindest für einen immer „genug“ sein werde – denn Gott nimmt mich an und liebt mich, auch wenn ich mir mal selbst nicht „genug“ bin. Und so stelle ich mir den obigen Dialog auch immer ein wenig wie ein Zwiegespräch zwischen mir und Gott vor!

 

Andacht: Sara Dippold, Studierende Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Praktischen Studienjahr, Praktikantin im Referat EP von Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

And I ask you: „I often gave everything but was that enough in the end?“

And you say: „Yes! This is your first time to live and therefore your best attempt!“

Julia Engelmann

 

I would like to share this quote from the German poet, musician and actress Julia Engelmann with you today!

Certainly everyone of us has asked himself or herself more than once whether he or she is „enough“ or achieved „enough“. Or whether there is still more he or she is able to do or „room for improvement“ or „optimization potential“ in there. A lot of people then become dissatisfied with themselves and the world because there is always someone who is (supposedly) better, can jump higher and run faster. And even the achievement-oriented society in which we live already teaches the little ones how essential success is and that you have to “achieve” something in life at all costs.

It is therefore not surprising that a lot of people secretly wish to be “enough”, to have done “enough” and to be recognized as they are. I often feel the same way! Then I try to remember that I will always be „enough“ for at least one – because God accepts me and loves me even if I’m not „enough“ to myself. And so I always imagine the dialogue mentioned above being a dialogue between me and God!

 

Prayer: Sara Dippold

Illustration: Daniela Denk