Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. Daniel 12,3

 

Den Weg zur Gerechtigkeit weisen, das klingt gut als Zielvorgabe für unsere Aktivitäten bei Mission EineWelt. Diese Mission haben wir! – Und wenn Mission EineWelt dann noch leuchtet wie die Sterne immer und ewiglich, dann können wir froh und stolz sein.

Aber wissen wir es denn besser als andere, wie das geht? Sind wir selbst schon gerecht, so dass wir anderen den Weg dahin weisen können? Nein. Wir sind doch alle selber verflochten in die ungerechten Strukturen dieser Welt und stehen auch manchmal rat- und hilflos vor den anstehenden Problemen.

Als lutherische Christ*innen verstehen wir uns nicht automatisch als gerecht, aber als gerechtfertigt. Gott vergibt uns und nimmt uns an, so wie wir nun mal sind. Und er erwartet, dass wir die Umkehr aus ungerechten Strukturen weiter suchen, so schwer das manchmal sein mag. Das heißt, wir sind nicht die, die es besser wissen und besser machen, aber wir geben nicht auf und machen uns weiter auf die Suche nach der Gerechtigkeit! Wir halten fest an der Vision von einem gerechten Zusammenleben, das allen guttut, und wollen diesen Weg trotz vieler Hindernisse finden.

Das Leuchten der Sterne kommt ja bekanntlich auch nicht von den Sternen selbst, sondern speist sich aus einer anderen größeren Quelle. Von der wollen wir uns auch gerne bestrahlen lassen. Denn unsere Energie und Unverdrossenheit und Unnachgiebigkeit in Sachen Gerechtigkeit bekommen auch wir von Gott geschenkt. Diese Erfahrung möchten wir gerne weitergeben und teilen, das könnte das Anliegen vielleicht ein wenig voranbringen.

 

Andacht: Christoph von Seggern, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

And those who are wise will be shining like the light of the outstretched sky; and those by whom numbers have been turned to righteousness will be like the stars for ever and ever. Daniel 12:3

 

Showing the way to justice, that sounds good as a target for our activities at Mission EineWelt. We have this mission! And if Mission EineWelt is shining like stars always and forever we can be happy and proud.

But do we know better than others how it works? Are we already fair ourselves to be able to show others the way? No. We are all entangled in the unjust structures of this world and sometimes we are at a loss and helpless in the face of the problems ahead.

As Lutheran Christians, we do not automatically see ourselves righteous, but as justified. God forgives us and takes us just as we are. And he expects that we keep looking for the repentance from unjust structures as difficult as it may be at times. That means that we are not the ones who know it better and do it better, but we don’t give up and continue our search for justice! We hold on to the vision of a fair coexistence, which is good for everyone, and we want to find this way despite many obstacles.

The shining of the stars as is well known, does not come from the stars themselves, but feeds from a larger source. We want to be irradiated by that source, too. Because we also receive our energy and our indefatigability in matters of justice from god. We want to pass on and share this experience, maybe this can move the challenge forward!

 

Prayer: Christoph von Seggern

Illustration: Daniela Denk