Illustration: Heike Halbmann

Illustration: Heike Halbmann

 

Du bist ein Gott, der mich sieht. 1.Mose 16,13

 

Was soll man dem noch hinzufügen? Egal was man tut, man wird von Gott gesehen.

Hört sich gut an, gibt ein gutes Gefühl. Ja, mit dieser Zusage kann man sich bei Gott geborgen fühlen und sich Kraft holen, für die ein oder andere Anstrengung, die das Leben so mit sich bringt.

Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass man sich nicht verstecken kann. Dinge oder Taten, die nicht so brillant waren, sieht Gott eben auch.

Die Tageslosung schreibt weiter vom Lukasevangelium:

 

Der Zöllner stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Lk18,13

 

Der Zöllner schämt sich, er kann nicht auf zu Gott schauen. Er fühlt sich schlecht wegen Dingen, die er als Zöllner erzwungen hat.

Jedoch hat der Zöllner seine Taten bereits reflektiert. Er hat erkannt, dass er als Zöllner nicht immer richtig gehandelt hat. Er bittet Gott, ihm gnädig zu sein.

Das Verhalten des Zöllners erinnert mich an meine Kinder, wenn sie betreten zu Boden schauen und genau wissen, dass ihr Verhalten nicht ganz richtig war, und es nach Ärger riecht.

Doch heißt es nicht immer „aus Fehlern lernt man!“ und „Erfahrungen muss man machen“, sie prägen einen.

Gott hat uns die Fähigkeit zur Einsicht gegeben. Er ist uns gnädig, auch wenn es einmal nicht so brillant gelaufen ist.

Mit diesem Vertrauen tut es gut zu wissen, dass Gott uns sieht und zu uns steht.

Mit diesem Wissen sollte es uns auch gelingen, den ein oder anderen Fehler unserer Mitmenschen zu verzeihen.

Vertrauen wir gemeinsam, dass alles gut werden wird und Gott uns gnädig ist.

 

Andacht: Sara Neidhardt, Ausstellung einblick, Mission EineWelt

Illustration: Heike Halbmann, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

You are the God who sees me. Genesis 16:13

 

What should be added to that? No matter what you do, it is seen by god.

Sounds good, gives a good feeling. Yes, with this promise you can feel safe with God and get strength for one or the other effort that life brings with it. But means in reverse that you can’t hide. God also sees the things or actions which aren’t so brilliant.

The daily motto continues from the Gospel of Luke:

 

But the tax collector stood at a distance. He would not even look up to heaven, but beat his breast and said, ‘God, have mercy on me, a sinner. Luke 18:13

 

The tax collector is ashamed. He can’t look up to god. He feels bad for the things the things he forced as a customs officer.

However, the customs officer has already reflected on his actions. He recognized that he acted not always right as a customs officer. He asks god to be gracious to him.

The behaviour of the customs officer reminds me of my children when they look embarassed to the ground and know exactly that their behaviour wasn’t quite right and it smells of potential trouble.

 

But as it is always said: from errors one learns! And you have to make experiences, they shape you.

 

God gives us the ability to discernment. He is gracious to us even when it didn’t go that well for us.

 

With this trust, it is good to know that God sees us and stands by us.

 

With this knowledge we should also be able to forgive the one or other mistake of our fellow human beings.

Let us trust together that everything will be fine and God has mercy on us.

 

Prayer: Sara Neidhardt

Illustration: Heike Halbmann

Translation: Alexandra Nießlein