Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen. Zefanja 3,14-15

Jesus Christus ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. 1.Johannes 2,2

 

Jauchze, frohlocke, freue dich und sei fröhlich … angesichts des teilweisen Lock-downs, der gerade beginnt, klingen diese Worte unserer heutigen Losung geradezu wie Hohn.

Wie soll ich mich freuen, wenn vieles, was mir Spaß macht, schon wieder verboten und eingeschränkt wird? Sich abends in der Kneipe mit Freund*innen treffen, sportliche Aktivitäten mit anderen, leckeres Essen im Restaurant. Besuche. Urlaub, Veranstaltungen und Kultur, alles muss wieder ausfallen. Mit Sorge erfüllen mich auch die zunehmende Frustration und Existenznot von Kulturschaffenden und kleinen Selbständigen im Freundeskreis. Wie soll das weitergehen, wo führt das noch alles hin? Die Generation meiner Kinder, Nichten und Neffen, die immer mehr wegen Klimawandel und Pandemie um ihre Zukunft bangt. Die eigentlich jetzt loslegen und mitgestalten möchte, sich aber zunehmend ausgebremst fühlt. Welche Zukunft erwartet uns?

In diese Situation hinein, wollen uns die Losungsworte Hoffnung machen. Der Prophet Zefanja mit dem Aufruf zur Freude nach einer überstandenen Notlage. Der Schreiber des 1. Johannesbriefs mit dem Glaubensbekenntnis, dass die ganze Menschheit durch Jesus Christus befreit und erlöst ist. Befreit dazu, sich hilfsbereit und solidarisch zu zeigen, befreit dazu, Gottes Liebe weiter zu geben, befreit dazu, sich für die Menschenwürde aller Menschen einzusetzen. Befreit dazu, nicht nur um sich selbst zu kreisen, sondern das Wohl der Nächsten in nah und fern im Blick zu haben, befreit dazu, Verantwortung zu übernehmen.

Weil Gott mich liebt und in Jesus Christus erlöst hat.

Vielleicht fällt es mir mit diesem Wissen dann leichter, die Lockdown-Maßnahmen mitzutragen und im Sinne des Befreit-Seins zur Nächstenliebe meine Zeit während des Lockdowns entsprechend zu gestalten: Zu helfen, wo Hilfe nötig ist; solidarisch zu sein, wo Solidarität gefragt ist.

Und wenn die Situation noch so schwierig erscheint, jedes Lächeln, das ich auf die Lippen anderer Menschen zaubern kann, wird für mich ein Grund zur Freude.

Amen.

 

Andacht: Gisela Voltz, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Sing, Daughter Zion; shout aloud, Israel! Be glad and rejoice with all your heart, Daughter Jerusalem! The Lord has taken away your punishment. Zefanja 3:14-15

Jesus Christ is the atoning sacrifice for our sins, and not only for ours but also for the sins of the whole world. 1.John 2:2

 

Sing, shout aloud, be glad and rejoice … in view of the partial lockdown in Germany that is just beginning, these words of today’s watchword sound almost like mockery. How can I be happy if many things that I enjoy are already forbidden and restricted again? Meeting with friends in the pub in the evening, sports activities with others, delicious food in the restaurant. Visits, holidays, events and culture, everything must be cancelled again. I am also concerned about the increasing frustration and existential need of cultural workers and small self-employed people in my circle of friends. How this will continue, where all this will lead? The generation of my children, nieces and nephews, who are increasingly worried about their future because of climate change and pandemic. Who actually wants to get started and to shape the future, but feels increasingly inhibited. Which future awaits us?

In this situation, the todays watchword want to give us hope. The prophet Zefanja with the call to joy after an overcome emergency. The writer of 1. John’s letter with the confession of faith that all mankind is liberated and redeemed by Jesus Christ. Liberated to show helpfulness and solidarity, liberated to pass on God’s love, liberated to work for the human dignity of all people. Liberated not only to circle oneself, but to have the well-being of neighbours in close and far in view, liberated to take responsibility for it. Because God loves me and has redeemed me in Jesus Christ.

Perhaps, in this knowledge, it is easier for me to carry the lockdown measures and, in the sense of being liberated to charity, to arrange my time during the lockdown accordingly: To help where help is necessary; solidarity, where solidarity is required. And no matter how difficult the situation seems, every smile I can conjure up on other people’s lips becomes a reason for joy for me. Amen.

 

Prayer: Gisela Voltz

Illustration: Daniela Denk