Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

„Mei, is des schee“ (hochdeutsch: „Meine Güte, ist das schön!“) – das waren die letzten Worte einer schwerkranken Frau, bevor sie starb.

Eine befreundete Ärztin erzählte mir die Geschichte dieser Frau. Ich darf sie in Kurzform wiedergeben.

Bei der Frau war eine Erkrankung diagnostiziert worden, die leider nicht heilbar war. Die kranke Frau ignorierte das. Aber eines Tages war klar, dass sie die nächsten Wochen nicht überleben würde, und sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort war meine Freundin die behandelnde Ärztin.

Immer noch war die Patientin überzeugt davon, nicht krank zu sein. Der Widerstand gegenüber der Krankheit war ungebrochen. Die Frau hielt verzweifelt am Leben fest. Sie wollte den nahenden Tod nicht wahrhaben. Verständlich.

Eines Tages hatte meine Freundin nächtlichen Bereitschaftsdienst und hatte plötzlich den Impuls, noch einmal nach der Schwerkranken zu sehen. Sie betrat das Krankenzimmer und in diesem Augenblick richtete sich die Frau in ihrem Bett auf. Und sagte laut vernehmbar: „Mei is des schee!“. Dann sank sie wieder in ihre Kissen zurück und war tot.

Die Interpretation meiner Freundin: Bei dieser Frau war der Moment des Sterbens nichts Erschreckendes. Dieser Moment erschien ihr sogar als etwas Schönes, vielleicht etwas Überwältigendes, etwas, was sie aufbaute. Ganz anders und neu gegenüber der Angst, die sie gehabt hatte.

Meine Freundin sagte übrigens, dass sie seitdem keine Angst mehr vorm Sterben habe.

Die Geschichte kann uns anregen, ernst zu nehmen, was uns viele biblische Verse über das Leben nach dem Tod andeuten. Die Geschichte kann uns Hoffnung geben. Eine ähnliche Hoffnung, wie sie uns zum Beispiel die überwältigenden Worte der Offenbarung des Johannes sagen:

„Siehe, ich mache alles neu!“ Offenbarung 21,5b

 

Andacht: Ulrike Bracks, Kirchliche Studienbegleitung

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

„My Goodness, that’s nice!“ – these were the last words of seriously ill woman before she died.

A doctor friend told me the story of this woman. I can pass on the story in brief.

 

The woman had been diagnosed with a disease that unfortunately could not be cured. The sick woman ignored that. But one day it was clear that she wouldn’t survive the next few weeks and she was admitted to the hospital. My friend was the doctor there.

The patient was still convinced that she was not sick. The resistance to the disease was unbroken! The woman desperately held on to life. She did not want to admit the approaching death. Understandable!

One day my friend was on duty at night and had the sudden impulse to look after the serious ill woman. She entered the sickroom and at thát moment the woman straightened up in her bed and said loudly: “my goodness, that’s nice!”. Then she sank back on her pillow and was dead.

My friend’s interpretation: for this woman the moment of death was nothing terrifying. This moment even appeared to her as something beautiful, perhaps something overwhelming, something that was building her up. Completely different and new to the fear she had had.

My friend said that since then she has no longer been afraid of dying.

 

This story can inspire us: to take seriously what many biblical verses suggest to us about life after death. This story can give us hope. A hope similar to that given to us in the overwhelming words of the revelation of john:

 

“See, I make all things new” Revelation 21:5

 

Prayer: Ulrike Bracks

Translation: Alexandra Nießlein

Illustration: Daniela Denk