Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. Apg 4,20

 

Petrus und Johannes widersetzen sich dem Hohen Rat, der ihnen verbieten möchte, im Namen Jesu zu sprechen oder zu handeln. Es interessiert sie offenbar nicht besonders, was dieser Rat zu sagen hat. Dahinter steht die Frage: Wem gehorchen wir mehr, den Menschen oder Gott? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Was motiviert uns zu unseren Handlungen? In welchem Umfeld bewegen wir uns? Was ist letztlich ausschlaggebend für das, wofür wir uns entscheiden? Können wir überhaupt „gehorchen“? Diese weiteren Fragen ergeben sich, wenn man nach einer Antwort sucht. Sie können hier nicht abschließend geklärt werden. Für Petrus und Johannes ist an dieser Stelle die Haltung des Glaubens entscheidend: Aus ihr heraus entwickeln sie die Motivation für ihre Handlungen. Sie ist maßgeblich dafür, wie sie ihrem Umfeld gegenübertreten und Entscheidungen treffen. An ihr richtet sich das „gehorchen“ aus. Ihr Glaube ist insofern die Ermöglichung und Bedingung ihrer Existenz, dass sie die Welt nicht anders als durch seine Brille sehen können. Deshalb können sie es nicht lassen, von dem zu reden, was sie gesehen und gehört haben.

 

Andacht: Eva Dorer

Illustration: Daniela Denk

 

 

As for us, we cannot help speaking about what we have seen and heard. Acts 4:20

 

Peter and John oppose the high council that wants to forbid them to speak or act in the name of Jesus. They are obviously not particularly interested in what this council has to say. Behind this is the question: Who do we obey more, men or God? This is not an easy question to answer. What motivates our actions? What is the environment in which we operate? What is ultimately decisive for what we decide to do? Can we „obey“ at all? These further questions arise when one searches for an answer. They cannot be conclusively answered here. For Peter and John, the attitude of faith is decisive at this point: from it they develop the motivation for their actions. It is decisive for how they face their environment and make decisions. Their „obeying“ is directed by it. Their faith is the enabling and condition of their existence insofar as they cannot see the world other than through its glasses. Therefore, they cannot help speaking about what they have seen and heard.

 

Prayer: Eva Dorer

Illustration: Daniela Denk