Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.

Hiob 9,10

 

Gott ist anders …

… wenn ich die Geschichte von Hiob lese, stellen sich mir mehr Fragen, als ich Antworten finde. Hiob hatte in seiner Familie unsagbares Leid erfahren und dann war er selbst so krank geworden, dass seine Freunde beim Krankenbesuch sieben Tage und Nächte lang keine Worte fanden, sondern einfach nur schweigend bei ihm saßen. Wenn das kein Zeichen des Mitgefühls und der Anteilnahme war! Jedenfalls kann man ihnen auf diesem Hintergrund schwerlich vorwerfen, dass sie überstürzt geredet hätten.

Aber dann wollten die vier Freunde Hiobs doch den tieferen Sinn des Unglücks ihres Freundes verstehen, erforschen und erklären. Doch gerade dabei haben sie sich verheddert, haben Hiob Unrecht getan und wurden schließlich auch von Gott dafür getadelt.

Von mir selbst kenne ich auch den Wunsch, dass ich Geschehnisse, Umstände, Fügungen, verstehen und, zumindest mir selbst, erklären will – obwohl das vielleicht gar nicht immer dran ist (?)

Hiob hat die Spannung des Unerklärbaren und des „Gott-nicht-Verstehens“ ausgehalten und daran festgehalten, dass Gott sich kümmert. So sagt er nicht nur seinem Freund, Bildad, sondern auch uns heute:

Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.

 

Andacht: Michael Volz, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

God does great things that cannot be fathomed and miracles that cannot be counted.

Job 9.10

 

God is different …

… when I read Job’s story, I have more questions than answers. Job had experienced unspeakable suffering in his family and then he himself had become so sick that his friends found no words for seven days and nights while visiting the sick, but simply sat with him in silence. If that was not a sign of compassion and sympathy! In any case, it is difficult to accuse them against that background that they talked hastily.

Then the four friends of Job wanted to understand, explore and explain the deeper meaning of their friend’s misfortune. But in the process, they got tangled up, wronged Job and were ultimately blamed for it by God.

I also know from myself the desire that I want to understand and explain, at least to myself, what is happening, and comprehend the circumstances, – although that may not be the point?

Job has endured the tension of the inexplicable and „not understanding God“ and has held on to the fact that God cares. So he not only tells his friend, Bildad, but also us today:

God does great things that cannot be fathomed and miracles that cannot be counted.

 

Prayer: Michael Volz

Illustration: Daniela Denk