Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Der Herr wird’s vollenden um meinetwillen.

Psalm 138,8

 

Meine Mutter konnte ich früher damit zur Weißglut bringen: Wenn sie – Immer hinter mir her – das permanent entstehende Chaos in meinem Kinderzimmer aufräumen zu müssen meinte. Und wenn sie mich heute besucht: Sofort beschleicht mich wieder das Gefühl, das schlechte Gewissen: Das Haus ist nicht sauber und aufgeräumt genug.

Von unserem Leben insgesamt kennen wir das auch: Wir wünschen uns, dass es aufgeräumt und geordnet wäre, irgendwie perfekt und rund. Aber auch das schaffen wir nicht. Irgendwas geht immer schief, irgendwas wirft uns immer aus der Bahn, und fertig werden wir nie.

Gut zu wissen, dass das nicht schlimm ist. Unsere Lebensentwürfe dürfen unrund und fragmentarisch bleiben. Einer räumt hinter uns her und wird einmal alles vollenden.

Wir dürfen uns ohne schlechtes Gewissen auf das konzentrieren, was wir heute schaffen – auch wenn es wieder nur Stückwerk bleibt. Aus Bruchstücken schafft Gott vielleicht seine schönsten Mosaike.

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

The LORD will perfect that which concerneth me.

Psalm 138, 8 (King James Version)

 

This made my mother furious: Always tidying up after me the mess in my old children’s room. Even today, decades later, an uneasiness is creaping into my conscience during her visits: The house is not clean and tidy enough.

We also know that from our life in general: We wish that everything is fine and orderly, somehow perfect. But it‘s not. Something always goes wrong, something throws us off track, we lag behind.

Good to know that that‘s okay. Our life may remain broken and fragmented. Somebody else will tidy up after us and perfect that which concerns us.

There is no need for uneasiness in our conscience – we focus on what we are able do today, even if it will remain imperfect. God can create masterpieces out of our imperfection.

 

Prayer: Klaus Dotzer

Illustration: Daniela Denk