Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?
Jeremia 8,4

Jesus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Johannes 6,37

Wenn man hinfällt , tut man sich weh. Wer erkennt, dass er auf einem falschen Weg ist, ist verunsichert, sucht nach Orientierung. Jede Krise bedeutet aber auch immer eine Chance.  Das Innehalten, der „Break“ im Alltags-Trott kann zur Besinnung führen. Zur Besinnung über das, was eigentlich nicht so gut läuft in meinem persönlichen Leben, in der Familie, in der Gruppe in der Gesellschaft, in der Welt. Nutzen wir diesen „Break“ durch Corona dazu, uns zu besinnen auf das, was wir ändern können.  Nutzen wir diese Krise als Chance zur Umkehr aus den Irrwegen im persönlichen Leben wie in der Gesellschaft. Schon werden die ersten Stimmen laut, die einfach wieder zur Tagesordnung übergehen wollen. Aber kann es wirklich ein Weiter-so-wie-bisher geben?

Die Corona-Krise zeigt uns: Einschneidende Veränderungen sind möglich, ein Ändern der bisher geltenden Regeln ist machbar. Das sollten wir uns für die Zeit nach dem Corona-Shutdown merken.

Jesus lädt uns ein, umzukehren, seine Tür, Gottes Tür ist immer offen. Diese Zusage sollte uns eigentlich Mut machen, Veränderungen zu wagen. Hin zu mehr Frieden, hin zu mehr Gerechtigkeit, hin zu mehr Bewahrung der Schöpfung, hin zu mehr Versöhnung.
Amen.

Andacht: Gisela Voltz, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt