Archiv MEW

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Am 21. Januar 2021 ist Schwester Maria Horn im Alter von 93 Jahren verstorben. „Schwester Maria Horn war eine der Letzten, für die Mission eine Lebensaufgabe war. Mit ihrem Idealismus, ihrem bedingungslosen Gottvertrauen und ihrem selbstlosen Einsatz für die Menschen in Papua-Neuguinea ist sie uns bis heute ein großes Vorbild“, würdigt Hanns Hoerschelmann, Direktor von Mission EineWelt, die Verstorbene.

Dass sie in den Missionsdienst gehen wollte, kristallisierte sich für Maria Horn schon als Kind heraus. Die gebürtige Nürnbergerin machte bei Kleinsammlungen für die Missionsarbeit mit und bekam dafür vom Pfarrer Bildchen. Auf einem davon stand, so erinnerte sich Horn vor Jahren im Gespräch mit der Fränkischen Landeszeitung, „O Jesu, Du rufst mich, ich folge Dir“. Als sie das las, sei ihr klargeworden, „was ich für mein Leben will“, erzählte sie damals.

Folgerichtig ließ sich Maria Horn zur Krankenschwester und Hebamme ausbilden, trat der Diakonischen Schwesternschaft in Neuendettelsau bei und ließ sich 1953 von der damaligen Missionsanstalt nach Papua-Neuguinea aussenden.

Dort arbeitete sie als Krankenschwester und Hebamme in Yagaum, Okapa und Awande. Ab 1966 übernahm sie die Leitung der damaligen Leprastation in Etep, die sie in den Folgejahren zum Gesundheitszentrum ausbaute. 1992 wurde Maria Horn für ihre Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Nach 41 Jahren im Dienst der Mission ging Schwester Maria Horn im Jahr 1994 in den Ruhestand, den sie in Neuendettelsau verbrachte. Von dort aus setzte sie sich mit dem von ihr gegründeten Verein „Initiative Patenschaften für Neuguineas Kinder“ für die Menschen in Papua Neuguinea ein.

Ihr Arbeitscredo beschrieb sie so: „Möge diese Arbeit zur Ehre Gottes geschehen“.