Der Nürnberger Fußballverein FC Bayern Kickers hat beim „Fairtrade Fußball-Quiz Bayern 2020“ vom Eine Welt Netzwerk Bayern zwei fair gehandelte Fußbälle in Matchballqualität gewonnen. Bei der Übergabe signalisierten Jugendtrainer Armin Rapp und Jugendleiter Bernd Schreiber, dass daraus mehr werden könnte.

Am 19. April war es soweit. Jürgen Bergmann, Leiter des Referats Entwicklung und Politik bei Mission EineWelt und Mitglied der Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe Nürnberg, übergab zusammen mit seiner Kollegin Gisela Voltz den Preis für die erfolgreiche Teilnahme Am Fairtrade Fußball-Quiz an eine kleine Delegation der Bayern Kickers: zwei brandneue, in Pakistan hergestellte Fairtrade-Bälle. Die B-Jugendspieler Kiya Voltz und Jonas Petrinec nahmen zusammen mit Jugendleiter Bernd Schreiber und Jugendtrainer Armin Rapp die brandneuen, in Pakistan hergestellten Fairtrade-Bälle entgegen und unterzogen sie einem ersten Test.

Laut Armin Rapp werden die Jugendmannschaften diese Bälle nun regelmäßig nutzen. Aber die Vereinsverantwortlichen denken schon weiter: Es sei, wenn alles passt, durchaus vorstellbar, dass die Bayern Kickers in naher Zukunft nur noch Fairtrade-Bälle einsetzen, signalisierten Schneider und Rapp.

„Das wäre ein wichtiger Schritt. Wir wollen ja nicht nur Fairness auf dem Platz, sondern auch Fairness bei den Produzent*innen“, freute sich Jürgen Bergmann. „Wenn bald möglichst viele Vereine und Schulen fair gehandelte Bälle einsetzen, könnte das die Situation der Arbeiter*innen im globalen Süden wesentlich verbessern. Es wäre auch ein starkes Signal an alle konventionellen Herstellerinnen, mehr darauf zu achten, unter welchen Bedingungen ihre Produkte hergestellt werden.“

Der flächendeckende Einsatz von fair gehandelten Fußbällen könnte die Welt ein wenig besser machen: Fair gehandelte Bälle garantieren gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung für die Arbeiter*innen in der Herstellung. Und sie stehen dafür, dass bei der Herstellung nicht Kinder als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden.

Auch die Funktion soll den Ansprüchen ernsthafter Sportler*innen genügen, so dass die Fairtrade-Bälle eine ernstzunehmende Alternative zu den herkömmlichen Produkten darstellen. Aber es fehlt eben der Nimbus einer bekannten Marke. Deshalb gibt es den Fairtrade Fußball-Quiz des Eine Welt Netzwerks Bayern. Unter https://www.eineweltnetzwerkbayern.de/fairer-handel/faire-baelle.shtml müssen sieben einfache Fragen rund um die Themen Fußball und Fairtrade richtig beantwortet werden. Teilnehmen an der Aktion, die von der Bayerischen Staatskanzlei, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie von den bayerischen (Erz-)Diözesen gefördert wird, können bayerische Fußballvereine, die sich mit einem Weltladen oder einer Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe zusammentun.