Am 18. Januar 2020 wurde Klaus Dotzer mit einem feierlichen Gottesdienst in der Nikolaikirche in Neuendettelsau offiziell als neuer Leiter des Afrikareferats von Mission EineWelt eingeführt. Der 57-jährige Theologe ist Nachfolger von Reinhard Hansen, der zum 1. Oktober 2019 in die passive Phase der Altersteilzeit eingetreten ist. „Wir freuen uns und fühlen uns unglaublich bereichert, mit dir zusammenarbeiten zu können“, begrüßte Mission EineWelt-Direktorin Gabriele Hoerschelmann den neuen Referenten.

Eine Kirche für die Menschen – das ist die Vision von Klaus Dotzer, die, wie er in seiner Einführungspredigt herausarbeitete, für ihn kein dahingesagter und mithin trivialer Allgemeinplatz ist, sondern ein zutiefst verinnerlichtes Credo und die zentrale Messlatte seiner Arbeit: „Was wir als Kirchen tun, das muss am Ende des Tages irgendwann und irgendwie immer auch das Leben der Menschen an der Basis unserer Gemeinden erreichen und ihnen zugutekommen – in Afrika, und hier bei uns. Daran wird sich auch meine eigene Arbeit als Afrika-Referent messen lassen müssen.“ Für seine neue Aufgabe bringt Dotzer eine breite Palette an Qualifikationen und Erfahrungen mit. Direkt nach seiner Ordination arbeitete er zwischen 1993 bis 2003 als Schatzmeister für die Evangelisch-Lutherische Kirche im Kongo sowie als Gemeindepfarrer in Mombasa und Leiter des Referats Christian Education für die Kenianische Evangelisch-Lutherische Kirche. Er spricht Englisch, Französisch und Kiswahili und hat zudem therapeutische Zusatzausbildungen absolviert.

Auch während seiner Zeit als Gemeindepfarrer in Deutschland von 2003 bis 2019, zuletzt in Kempten, ist Dotzers Beziehung zu Afrika lebendig geblieben. „Mein Afrika, das sind die Menschen dort, für die ich als Pfarrer da sein durfte und durch die ich in meinem Glauben wachsen und zu dem werden durfte, der ich heute bin. Für diese Menschen möchte ich da sein. Und diese Menschen möchte ich auch uns hier in Deutschland nahebringen“, sagte der neue Afrika-Referent.