Nach der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat nun auch die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) mit großer Mehrheit einen Dringlichkeitsantrag zur weltweit gerechten Verteilung von Impfstoffen und zur vorrangigen Versorgung besonders vulnerabler Personengruppen beschlossen. Im Einzelnen wird gefordert, „die globale Impfplattform COVAX besser und schneller mit Impfstoffen“ auszustatten. Erreicht werde das unter anderem „durch die schnelle und unbürokratische Abgabe von Impfdosen aus Deutschland und der EU sowie durch die Aufhebung von Exportbeschränkungen der impfstoffproduzierenden Länder“. Ebenso notwendig sei es, dass „die Kapazitäten zur Herstellung von Impfstoffen, Diagnostika, Therapeutika und weiterer medizinischer Produkte wie Schutzmaterialien gegen Covid-19 in ärmeren Ländern gestärkt werden“. Dazu solle „geprüft werden, inwieweit die geistigen Eigentumsrechte“ auf Medikamente und Impfstoffe gegen Covid-19 „bis zum Ende der weltweiten pandemischen Lage ausgesetzt werden können“.

Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern hat damit nun den Auftrag, sich bei der bayerischen Landesregierung und der Bundesregierung für diese Forderungen einzusetzen.

„Ich freue mich sehr, dass die Synode diesen Antrag sorgfältig abgewogen hat und ihn unterstützt“, kommentiert Gabriele Hoerschelmann, Direktorin von Mission EineWelt, Synodale und Initiatorin des Antrags, den Beschluss.