Am 14. Juli 2019 wurde das tansanische Pfarrersehepaar Juliana Kilagwa und Weston Mhema in der Kirche in Unteraltertheim verabschiedet. Der Abschiedsgottesdienst in der vollen Kirche hatte, zusammen mit den Grußworten, mit zwei Stunden eine respektable tansanische Länge. „Ich habe gar nicht gemerkt, dass schon so viel Zeit vergangen ist“, meinte eine Besucherin, die aus München angereist war. „Der Gottesdienst war total interessant und kurzweilig.“ Dafür sorgten unter anderem auch die vier Chöre, die für einen würdigen Rahmen sorgten. Das hätte in Tansania nicht schöner sein können.

Vor fünf Jahren waren Juliana Kilagwa und Weston Mhema im Rahmen eines Austauschprogramms nach Bayern gekommen. Zuerst wohnten sie ein Jahr lang in Neuendettelsau und lernten Deutsch in Nürnberg. Im Anschluss daran zogen sie nach Unteraltertheim ins Dekanat Würzburg und arbeiteten zur Hälfte in der dortigen Gemeinde Altertheim und bayernweit für Mission EineWelt.

„Ihr habt unsere Gemeinde verändert“, meinte die Altertheimer Pfarrerin Astrid Männer. „Davon wird auch einiges bleiben, wenn Ihr wieder zu Hause seid. Wir sind dankbar, dass ihr bei uns wart und lassen euch jetzt gerne, wenn auch schweren Herzens, wieder ziehen. Wenn wir heute traurig sind, ist es ein Zeichen dafür, dass wir eine gute gemeinsame Zeit hatten.“

„Ihr habt uns Tansania näher gebracht“, ergänzte Pfarrerin Reinhild Schneider, Leiterin des Referats Partnerschaft und Gemeinde bei Mission EineWelt. „Ihr seid mit eurer Art zu glauben und über den Glauben zu sprechen zu uns gekommen – auch mit euren Liedern, die ihr im Gottesdienst und auch bei Geburtstagsbesuchen gesungen habt.“

Bei aller Wehmut sind die beiden auch froh, wieder zurück in ihre Heimat nach Njombe im Süden Tansanias zu kommen. Pfarrerin Kilagwa und Pfarrer Mhema haben während ihres Dienstes bei uns in Bayern ihre Kinder in Tansania zurückgelassen. Auch wenn die Kinder nicht mehr klein sind, sind die beiden froh, dass sie jetzt wieder näher bei ihnen sind.

Wir wünschen Juliana Kilagwa und Weston Mhema für ihren neuen Lebensabschnitt in Tansania alles Gute und für ihre neuen Aufgaben viel Kraft und Gottes Segen.

Manfred Kurth