Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

2 Kor 12,9

 

Wenn den Athlet/innen auf der Rad- oder Laufstrecke des Triathlons die Kraft auszugehen droht, warten an der Strecke Helfer/innen mit Getränken und Energieriegeln auf sie. So einen „Energy-Booster“ wünsche ich mir auch oft im Alltag! Also nicht in Form von isotonischen Getränken und Müsliriegeln und Bananen, sondern im übertragenen Sinne: einfach einen kurzen Moment die Last auf den Schultern und im Herzen ein bisschen leichter tragen können, wenn der Berg an zu erledigenden Aufgaben einfach nicht schrumpfen will und sich eine bleischwere Müdigkeit breitmacht. Wir alle kennen mit Sicherheit solche Momente der Erschöpfung und Schwäche.

Was gibt Kraft? Das sind ganz unterschiedliche Dinge und für jede und jeden etwas anderes: eine Tasse frischer Kaffee, Zeit mit Freund/innen und der Familie, eine Auszeit in der Natur, Sport, Musik, künstlerische Aktivität, aber natürlich auch die Zeit mit Gott, Gottesdienst, Gebet, Lobpreis. – Überlegen Sie/überlege Du doch einmal einen Moment für sich/Dich, was es bei Ihnen/Dir ist.

Meine Kommilitonin Lucie Gerstmann hat in einer gemeinsamen Andacht folgende Worte gebraucht: „Gott ist die Tankstelle. Wenn uns das Benzin, also der Kraftstoff ausgeht, hilft es wenig, wenn wir mit unserem Auto auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen bleiben und abwarten. Wir müssen in die Tankstelle hineinfahren, um unser Auto aufzutanken. Gnauso wie wir uns an Gott wenden, zu ihm kommen müssen, wenn wir seine Kraft brauchen, weil die unsere verbraucht ist. Und dies können wir, indem wir zu Gott beten.“

Diese Vorstellung versuche ich mir seitdem immer in Erinnerung zu rufen, wenn mir einmal wieder die Kraft ausgeht und ich mir einen „Energy-Booster“ wünsche. Dann halte ich einen Moment inne und nehme mir die Zeit, zu beten.

 

Andacht: Sara Dippold, Studierende Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit im Praktischen Studienjahr, Praktikantin im Referat EP

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

My power is made perfect in weakness.

2 Cor 12.9

 

When the athletes on the triathlon run or bike runner run out of strength, helpers with drinks and energy bars are waiting for them on the route. I often wish for an “energy booster” in everyday life! Not in the form of isotonic drinks and granola bars and bananas, but figuratively; can simply carry the load on the shoulders and in the heart a little more easily for a short moment when the mountain simply does not want to shrink at tasks to be done and a lead-heavy tiredness spreads. We all know such moments of exhaustion and weakness.

What gives me strength? There are very different things and something different for everyone: a cup of fresh coffee, time with friends and family, a break in nature, sports, music, artistic activity, but of course also time with God, worship, Prayer, praise. – Think for a moment for yourself what it is for you!

My fellow student Lucie Gerstmann used the following words: “God is the gas station. If we run out of petrol it doesn’t help much if we stop with our car on the opposite side of the road and wait. We have to drive into the gas station to fill up our car; just as we turn to God, need to come to God when we need His power because ours is used up. And we can do that by praying to God.“

I have been trying to remember this idea ever since when I run out of energy and want an „energy booster“. Then I pause for a moment and take the time to pray.

 

Prayer: Sara Dippold

Illustration: Daniela Denk