Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Ein Tag, der sagt´s dem andern,

mein Leben sei ein Wandern,

zur großen Ewigkeit.

 

Als ich ein Kind war, hatten wir dieses Lied als Familie gesungen. Im Fichtelgebirge. In meiner Erinnerung ein Lied von Freiheit, Abenteuer und Zuversicht. Wir waren eine Missionarsfamilie, davor waren wir viele Jahre am Viktoriasee gewesen, und später ging es an den Kilimandscharo. Christliche Gottesdienste, die waren für mich auch auf Kihaya oder Kiswahili, in unserer Familiensprache hatten wir so einige englische Wörter.

Ich mag Migrant*innen, auch weil ich selbst einer bin.

 

O Ewigkeit, Du schöne,

mein Herz an Dich gewöhne,

mein Heim ist nicht in dieser Zeit.

(Text: Gerhard Tersteegen, Melodie: Heinrich Isaak)

 

Bis heute mag ich Zwischenzeiten und Zwischenräume, bin gerne mittendrin und gleichzeitig am Rande, mag dritte Räume, Übergänge und Transformationen. Zwei und zwei waren gestern vier – aber wird das morgen auch so sein? Neben der Theologie hätte ich dann gerne auch Mathematik studiert: Über das Unendliche nachdenken. Sie erinnern sich vielleicht: die liegende Acht als Zeichen dafür. Die Null, die irgendwie Nichts ist, und doch so große Bedeutung hat. Die Logik mit ihrer schönen Beständigkeit und Verlässlichkeit.

Gottes schöne Ewigkeit trägt uns und behütet uns. Sie scheint immer wieder auf bei uns. Die Schönheit wird die Welt retten.

 

Andacht, Gottfried Rösch, Referat Mission Interkulturell, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

One day tells the next,

my life is a wandering,

to the great eternity.

 

When I was a child, we had sung this song as a family. In the Fichtelgebirge. In my remembrance a song of freedom, adventure and confidence. We were a missionary family, we had been at Lake Victoria for many years, and later we went to Kilimanjaro. Christian services for me were also in Kihaya or Kiswahili, we had some English words in our family language. I like migrants also because I am one myself.

 

O eternity, beautiful one,

get my heart used to you,

my home is not in this time.

(Text: Gerhard Tersteegen, Music: Heinrich Isaak)

 

To this day I like in-between-times and -spaces, I like to be in the middle and at the same time on the edge, I like third spaces, transitions and transformations. Two and two were four yesterday – but will it be the same tomorrow? In addition to theology, I also liked studying mathematics: Thinking about infinity. You may remember: the lying eight as a sign of it. The zero, which is somehow nothing, and yet has such great significance. Logic with its beautiful consistency and reliability.

God’s beautiful eternity carries us and protects us. Beauty will save the world.

 

Prayer: Gottfried Rösch

Illustration: Daniela Denk