Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum Herrn; denn wenn`s ihr wohlergeht, so geht`s euch auch wohl. Jeremia 29,7

 

Wenn es der Stadt gut geht, dann geht es uns auch gut.

Geht es uns gut? Geht es unserem Umfeld gut?

Schaut man auf die aktuellen Krisen der Welt, dann geht es unseren Städten nicht gut und viele Menschen leiden.

Die Erde brennt in Kalifornien. Der Permafrost wird weniger.

Die Corona-Pandemie hat all unsere täglichen Routinen aus dem Gleichgewicht gebracht.

Menschen werden mundtot gemacht, ihr Leben wird bedroht in Russland und Weißrussland, China und Hongkong.

Menschen sind auf der Flucht und nehmen immense Gefahren auf sich mit dem Wunsch, in eine gesunde Stadt zu ziehen, und werden dann in Flüchtlingscamps doch bitter enttäuscht und traumatisiert.

 

Immer wieder hört man Stimmen, dass es so schlimm noch nie auf unserer Welt gewesen sei. Doch an Krisen ist die Menschheitsgeschichte reich. Egal welches Geschichtsbuch man aufschlägt, es geht um Krankheiten, Krieg, Macht und manchmal auch darum, wie ein Weg der Versöhnung gehen kann.

Jedes Jahr im Oktober feiern wir in Deutschland den Tag der deutschen Einheit. Ein langer kalter Krieg hat ein versöhnliches Ende gefunden.

Beten hat bei den Demonstrierenden in der ehemaligen DDR eine große Rolle gespielt.

 

Wie nah lässt man die aktuellen Krisennachrichten an sich heran? Bin ich selbst existentiell bedroht? Kann ich als einzelne Person überhaupt etwas bewirken?

 

Jeremia 29,7 fordert uns sogar auf, selber etwas zu tun. Nämlich uns für eine bessere Welt einzusetzen UND zu beten. Beten wir gemeinsam dafür, dass es unserer Erde, unseren Städten wieder gut geht. Beten wir dafür, dass Flüchtlinge ein menschwürdiges Leben führen und rechte Parolen mundtot gemacht werden.

Beten wir für freie Meinungsäußerungen in allen Städten und Dörfern. Beten wir gemeinsam das Vaterunser, das uns alle verbindet. Beten wir für uns selbst und hören Gottes Stimme.

Vertrauen wir in unserem Glauben an das bekannte afrikanische Sprichwort:

„Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten können das Gesicht der Welt verändern.“

 

Andacht: Sara Neidhardt

Illustration: Daniela Denk

 

 

And be working for the peace of the land to which I have had you taken away prisoners, and make prayer to the Lord for it: for in its peace you will have peace. Jeremiah 29:7

 

If the city is doing well, then we’re doing well too.

Are we fine? Is our environment fine?

If you look at the current crises in the world our cities are not doing well and many people are suffering.

The earth is burning in California. The permafrost is getting less.

The corona pandemic has thrown all of our daily routines out of balance.

People are silenced, their lives are threatened in Russia and Belarus, China and Hongkong.

People are on the run, take immense risks with the desire to move to a healthy city and are then bitterly disappointed and traumatized in refugee camps.

 

Again and again one hears voices that it has never been so bad in our world. But human history is full of crises. No matter which history book you open it is about diseases, war, power and sometimes how a path of reconciliation can go.

Every year in October we celebrate our unity day in Germany. A long cold war has come to a conciliatory end.

Prayer played a major role in the demonstrations in the former GDR.

How close can you get the current crisis news? Am I existentially threatened myself? Can I make a difference as an individual?

Jeremiah 29:7 even asks us to do something ourselves. Namely to do something for a better world AND to pray. Let’s pray together, for that our earth, our cities are doing well again. Let’s pray that refugees lead a decent life and that right-wing slogans are silenced.

Let’s pray for freedom of speech in all cities and villages. Let’s pray together the Lord’s prayer, which connects us all. Let’s pray for ourselves and let us hear God’s voice.

We trust in our belief in the well-known african proverb:

“many little people in many small places can change the face of the world.”

 

Prayer: Sara Neidhardt

Illustration: Daniela Denk