Foto: https://yuli-der-film.de/index.php

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Yuli will nicht tanzen, jedenfalls nicht in Strumpfhosen auf einer Theaterbühne. Er will Fußballer werden wie Pele. Die Lebensgeschichte des kubanischen Tänzers Carlos Acosta ist eine Geschichte wundersamer Wendungen. Die erste: Sein Vater, der Lastwagenfahrer Pedro erkennt das Talent seines Sohnes als er diesen beim Breakdance auf der Straße beobachtet. Er erkennt die Chance und zwingt den Jungen, den er nach einem afrikanischen Kriegsgott „Yuli“ nennt, auf die staatliche Ballettschule.

Dass aus dem unwilligen Yuli ein weltberühmter Balletttänzer wird, ist keine gerade, glatte Erfolgsgeschichte. Zwang, Gewalt, Kämpfe mit anderen und nicht zuletzt mit sich selbst spielen dabei eine Rolle.

Regisseurin Icíar Bollaín und Autor Paul Laverty, bekannt durch seine Drehbücher für Ken Loach, haben aus der Lebensgeschichte von Carlos Acosta kein allzu glattes oder kitschtriefendes Biopic gemacht. Sie erzählen weitgehend differenziert, einfühlsam und nicht ohne feinen Humor von der Entwicklung eines Talents vor dem Hintergrund der Geschichte Kubas seit den 1980ern.

Das Mittwochskino von Mission EineWelt zeigt „Yuli“ am 27. Oktober 2021 um 19.30 Uhr im Otto-Kuhr-Saal (Hauptstraße 2 in Neuendettelsau). Der Eintritt ist frei. Es gilt die 3G-Regel.