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Wege zu mehr Gerechtigkeit – „Pluriversum“ und WeltUni am 19. und 20. April 2024

Bei der WeltUni am 20. April geht es in Vorträgen und Workshops um „Utopien für eine nachhaltige Zukunft“. Am Abend zuvor führt das multimediale Bildungsformat „Pluriversum“ mit einer kunstvollen Mischung aus Projektionen, Wortbeiträgen und Musik kreativ und abwechslungsreich ins Thema ein. Beide Veranstaltungen sind nicht nur für Studierende gedacht, sondern offen für alle Interessierten.

Wenn derzeit vernehmbar an Zukunft gedacht wird, wird’s meistens düster. Der Grund ist einfach: Die Zukunftsprognosen und -visionen kreisen in aller Regel darum, was passiert, wenn es weiter geht wie bisher. Und das wiederum zeigt: Wenn die Dystopie wieder zur Utopie werden, die Zukunft also eine erstrebenswerte, für möglichst alle Menschen positiv besetzte sein und Optimismus verbreiten soll, ist ein grundsätzliches Umdenken nötig.

Und eine andere Herangehensweise: Utopisches Denken, also Denken vom wünschenswerten Ideal her, kann Lösungen aufzeigen, die beim Verharren in den vorgeprägten Denkbahnen des Gegebenen niemals auch nur in den Blick kommen.

Beim Pluriversum am Freitag, 19. April 2024, um 19:30 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus, Nürnberg, geht es um die Frage, „was dringend zu tun ist, um die Welt zu verändern und gerechter zu machen“. Menschenrechts- und Umwelt-Aktivist*innen aus dem Globalen Süden laden dazu ein, die Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und sich mit innovativen Lösungsansätzen für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft auseinanderzusetzen. Mit dabei sind:

Alberto Acosta, der sich als Begründer der „Buenvivir“-Bewegung sowie als ehemaliger Minister und Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors intensiv mit Fragen der Wirtschaft und Entwicklungspolitik sowie mit Alternativen zu herkömmlichen Herangehensweisen auf diesen Gebieten auseinandergesetzt hat.

Im Kampf um Landrechte und Zugang zu natürlichen Ressourcen sowie um kulturelle Identität hat sich die afro-kolumbianische Soziologin und Aktivistin Marilyn Machado Mosquera einen Namen gemacht.

Die Journalistin und Autorin Sandra Weiss berichtet seit über 20 Jahren aus Lateinamerika und wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

Die Live-Musik kommt von der Grupo Sal. Die Licht- und Bildperformance, die die Bühne in ein Pluriversum verwandeln soll, das Erkenntnis mit Schönheit verbindet, kreiert der Projektionskünstler Johannes Keitel.

Am Samstag, 20. April 2024, startet ab 9 Uhr im Caritas-Pirckheimer-Haus das Programm der diesjährigen WeltUni. Unter dem Motto „I have a dream“ werden Konzepte aus aller Welt vorgestellt, die zeigen, wie eine gerechtere Welt mit Klimagerechtigkeit, nachhaltiger Wirtschaft und solidarischem Zusammenleben sowie der Weg dorthin aussehen könnten. Neben theoretischen Impulsen gibt es in mehreren Workshops viele Gelegenheiten, zu diskutieren und eigene Ideen einzubringen.

Als Expert*innen nehmen die Betriebswirtin und Publizistin Elisabeth Voß, Grace Kageni Mbungu, Senior Fellow and Head of the Climate Change Program am APRI – Africa Policy Research Institute in Berlin, Julius Neu von INKOTA e.V. und Christoph Sanders vom Konzeptwerk Neue Ökonomie teil.

 

Voranmeldung: eineweltstation.nuernberg@mission-einewelt.de

 

Weitere Infos:

https://mission-einewelt.de/events/weltuni2024/

https://mission-einewelt.de/events/pluriversum/