Digitalisierung ist inzwischen auch im letzten Winkel dieses Planeten omnipräsent. Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Form immer intelligenterer, lernfähiger Systeme steht dabei mehr und mehr im Vordergrund. So enorm die Fortschritte sind, so groß sind die Probleme. „Für wen bremst das autonom fahrende Auto?“ ist eines der bekanntesten. In der KI stecken aber auch jede Menge Chancen. Eine davon lotet Bramwel Omondi aus Kenia aus, der am Campus of Technology der TH Nürnberg zum Einsatz von KI für die Gestaltung von nachhaltigen Lieferketten forscht. Er ist ebenso bei der Welt-Uni am 13. und 14. März 2020 im Caritas-Pirckheimer-Haus in Nürnberg vertreten wie die Religionspädagogin Birte Platow, die Fußball spielenden Roboter von robotics Erlangen und einige mehr.

Der Digitalisierungsprozess schreitet nicht nur im Norden, sondern auch im globalen Süden rasant voran. Welche Herausforderungen stellen sich angesichts der wachsenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI)? – Welche Risiken, aber auch Möglichkeiten eröffnen sich gerade in Afrika, das das Festnetz-Zeitalter in einigen Regionen übersprungen hat? – Was kann die KI leisten zur Angleichung der Lebensbedingungen und für das Recht auf ein gutes Leben aller Menschen auf dieser Erde? – Welche Fragestellungen ergeben sich angesichts der durch die KI induzierten Neuerungen in der Landwirtschaft/Ernährungssicherung, Plattformökonomie und einer veränderten Arbeitswelt? – Welche Verantwortung tragen Zivilgesellschaften, Religionen und Regierungen? – Diese Fragen werden mit verschiedenen Expert/innen in Vorträgen und Workshops bei der Welt-Uni am 13. und 14. März 2020 im Caritas-Pirckheimer Haus diskutiert. Außerdem gibt es am Freitagabend eine Vorführung von KI in der Praxis: Roboter von robotics Erlangen spielen Fußball.

Während Birte Platow, Professorin für evangelische Religionspädagogik an der TU Dresden, die ethischen Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz (KI) beleuchtet, wird Bramwel Omondi aus Kenia, der am Nuermberg Campus of Technology) zu den Möglichkeiten von KI für die Gestaltung von nachhaltigen Lieferketten forscht, das Thema vor allem aus afrikanischer Perspektive angehen. Einen Workshop zum Thema „KI in der Ernährung und Landwirtschaft“ wird Lena Luig, Referentin für Welternährung und globale Landwirtschaft des Netzwerks Inkota, anbieten. Werner Rätz, Mitglied im Koordinierungskreis von attac Deutschland, leitet einen Workshop zum Thema „Marktwirtschaft, nur digital? Plattformökonomie und KI“.

Die Welt-Uni ist für alle offen, die sich vorher anmelden. Veranstalterin ist Mission EineWelt, das Partnerschaftszentrum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, in Kooperation mit der Katholischen Stadtakademie Caritas-Pirckheimer-Haus, dem Studienbegleitprogramm für ausländische Studierende, STUBE Bayern, attac Nürnberg und dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ im Eine Welt Netzwerk Bayern.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Tagung unter www.mission-einewelt.de/weltuni

Kontakt: Gisela Voltz, gisela.voltz@mission-einewelt.de, Tel.:0911-36672-0