Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Gott, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind Deine Werke; das erkennt meine Seele. Palm 139,14

„Heute besuche ich mich selbst – mal sehen ob ich zuhause bin.“ (Karl Valentin)

 

Wir kennen Karl Valentin als leicht überspannten und manchmal auch etwas wirren Spaßvogel, der’s aber ganz ernst meint! Heute am Faschingsdienstag soll er helfen, den obigen Psalmvers zu deuten. Karl Valentin hat einen besonderen Blick auf sich und seine Mitmenschen gehabt – ein guter Beobachter halt.

 

„Heute besuche ich mich selbst – mal sehen ob ich zuhause bin.“

 

Dieser Satz trifft in unsere Lebensrealität. Wir sind nicht immer ganz bei uns.

Wir verlieren uns selber – in der Selbstoptimierung, in den vielen Optionen, in den vielen Informationen über Apps, Links, Streams, Radio, Zoom etc. Dabei übersehen wir, was vielleicht gerade wirklich wichtig ist.

Wir jagen vielen Möglichkeiten nach, um mehr vom Leben zu haben, um besser zu werden, um uns selbst zu verwirklichen. Eine Studentin sagte mir in etwa: „Ich scanne die ganze Bandbreite der Informationen; ich möchte möglichst nichts verpassen; ich vergleiche Angebote und verschiebe Entscheidungen nach hinten, denn ich will ja besser werden. Aber eine Begrenzung durch jemand Anderen ist eventuell sogar eine Hilfe für Menschen, die sich im Überangebot der digitalen Optionen selbst verlieren“.

 

Wer begrenzt uns – wer oder was sagt uns, wer wir sind?

Gott, ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind Deine Werke; das erkennt meine Seele. (Ps 139,14)

 

Diese Selbstbetrachtung eines dankbaren Beters rückt Manches zurecht und schützt uns vor Selbstüberforderung. Wir können uns auf das konzentrieren und ganz im Hier und Jetzt schauen, was gerade ist. Wir können uns Zeit nehmen, und bedenken, was wir Gott verdanken: uns selbst, als seine wunderbaren und geliebten Kinder.

Das ist wirklich wichtig.

 

Andacht: Ulrike Bracks, Kirchliche Studienbegleitung, Neuendettelsau

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

I will give you praise, for I am strangely and delicately formed; your works are great wonders, and of this my soul is fully conscious. Psalms 139:14

“Today I visit myself – let’s see if I’m home” (Karl Valentin)

 

We know Karl Valentin as a slightly exaggerated and sometimes a bit confused joker who is very seriously. Today on Shrove Tuesday he should help to interpret the psalm mentioned above. Karl Valentin had a special view at himself and his fellow human beings – a good observer.

“Today I visit myself – let’s see if I’m home”

This sentence hits our reality. We are not always entirely with ourselves. We loose ourselves – in self-optimization, in the many options, in the many information about apps, links, streams, radio, zoom etc.

 

In doing so we overlook what is really important at the moment.

 

We chase after many possibilities to get more out of life, to get better, to realize ourselves. A student told me: “I scan the entire range of information, I don’t want to miss anything. I compare offers and move decisions backwards, because I want to get better. But a limitation from someone else is maybe even a help for people who lose themselves in the oversupply of the digital options.”

 

Who limits us – who or what tells us who we are?

I will give you praise, for I am strangely and delicately formed; your works are great wonders, and of this my soul is fully conscious. Psalms 139:14

 

The self-contemplation of a thankful prayer adjusts something and protects us from excessive demands on ourselves. We can concentrate on ourselves and on what is happening at the moment. We can take our time and consider what we owe to god: ourselves as his wonderful and beloved children.

 

That’s really important.

 

Prayer: Ulrike Bracks

Illustration: Daniela Denk

Translation: Alexandra Nießlein

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Lukas 15,7

 

In meiner Heimatgemeinde gibt es einen Hauskreis für iranische Asylsuchende, die in Deutschland einen Taufunterricht erhielten und sich taufen ließen. Einen dieser iranisch-stämmigen Brüder begleitete ich nach Ansbach zur gerichtlichen Verhandlung über seinen Asylantrag. Die Richterin wollte wissen, was für ihn denn der wichtigste Grund gewesen sei, Christ zu werden. Seine schlichte Antwort lautete: „Im Christentum gibt es die Vergebung. Dazu hat Gott seinen Sohn Jesus geschickt. Ich kann noch einmal neu anfangen.“ Ich war tief berührt. Vor allem, weil ich mich an diesen Kern der guten Nachricht so gewöhnt habe. Dabei ist sie grundstürzend: Gott will zusammen sein mit Sünderinnen und Sündern. Er freut sich, wenn wir zu ihm umkehren und schenkt uns ein neues Leben. Eigentlich erinnert uns jeder neue Tag an diesen Neuanfang.

 

Andacht: Gerhard Knodt

Illustration: Daniela Denk

 

 

I say to you that even so there will be more joy in heaven when one sinner is turned away from his wrongdoing, than for ninety-nine good men, who have no need of a change of heart. Luke 15:7

 

In my home parish there is a house group for Iranian asylum seekers who received a baptismal class in Germany and get and were baptized. I accompanied one of the iranian brothers to the court hearing on the asylum application. The judge wanted to know which was the most important reason for him to become christian. His simple answer was: “In christianity there is forgiveness. God sent his son for this purpose. I can start all over again.” I was deeply touched.

Mainly because I was used to this core of the good news. But at the same time it is fundamentally falling: god wants to be with sinners. He is happy when we turn back to him and gives us a new life. Actually, every new day reminds us of this new beginning.

 

Prayer: Gerhard Knodt

Illustration: Daniela Denk

Translation: Alexandra Nießlein

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Dünke dich nicht, weise zu sein, sondern fürchte den Herrn und weiche vom Bösen. Sprüche 3,7

 

Zurzeit müssen wir uns jeden Tag viele gegensätzliche Weisheiten über richtiges Verhalten angesichts der Corona-Pandemie anhören. Die einen sind eher vorsichtig und befürworten harte Maßnahmen. Die anderen sind mehr sorglos und wollen sich nur ungern zu sehr einschränken. Auch in der Kirche verfolgt uns diese Diskussion: Welches Treffen geht noch und was geht nicht mehr? Die einen wünschen sich mehr Gottvertrauen und denken, es wird schon gut gehen: „Die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! (…) Wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte?“ (Lukasevangelium 12, 7+25)

Anfang und Ende unseres Lebens sind in Gottes Hand, deshalb sollen wir uns darum keine Sorgen machen. Das ist sicher richtig, aber Gott hat uns außerdem noch dazu Verstand gegeben, den wir auch nutzen sollen. Wir können mit christlicher Sorglosigkeit auch nicht mit unserem Auto auf der linken Straßenseite fahren und dabei denken „Wird schon gut gehen!“ Deshalb ist es genauso wichtig, nach bestem Wissen Corona-Schutzmaßnahmen zu beherzigen und nicht fahrlässig damit umzugehen. Wer dem Herrn vertraut, kann davon ausgehen, dass sein Vertrauen letztlich nicht enttäuscht wird. Deshalb sollen wir trotzdem vom Bösen weichen. Ich denke, das ist keine überhebliche Weisheit, sondern eine sinnvolle.

 

Andacht: Christoph von Seggern, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Put no high value on your wisdom: let the fear of the Lord be before you, and keep yourself from evil. Proverbs 3:7

 

At the moment we have to listen to many wisdoms about the right behaviour in times of the corona-pandemic every day. Some are more cautious and advocate strong measures. Others are more carefree and are reluctant to restrict themselves. This discussion also haunts us in the church: which meeting is possible and what doesn’t work anymore? Some wish more trust in god and think it will be fine:

 

Luke 12:7: But even the hairs of your head are numbered. Have no fear …

Luke 12:25: And which of you by taking thought is able to make himself any taller?

 

Beginning and end of our life is in god’s hand, therefore we shouldn’t worry about it. That is certainly correct, but god also gave us mind, which we should use. We also can’t drive on the “wrong” side of the street because of Christian carelessness and think “it will be fine!”. Therefor it is also important to heed the Corona-measures to the best of your knowledge and not deal with it carelessly. Who trusts in the Lord can assume that he will not be disappointed. Therefore we should nevertheless give way from evil. I think that is not an arrogant wisdom but it but a meaningful one.

 

Prayer: Christoph von Seggern

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erlässt die Schuld denen, die geblieben sind als Rest seines Erbteils; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er hat Gefallen an Gnade! Micha 7, 18

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8,32

 

Großartig die Momente, in denen uns eine Ahnung von der unermesslichen Größe Gottes beschleicht und wir staunen!

Bei Micha war es das Staunen über Gottes Erbarmen, der seinem Volk die Schuld erlässt und seine Geschichte mit ihm weiterführt.

Bei Paulus war es das Staunen über Gottes Hingabe in der Passion Christi.

Bei mir ist es das Staunen über die fast grenzenlose Freiheit, die Gott uns Menschen schenkt, und die ich selten schön in den Gedichtzeilen von Bettina Dörfel ausgedrückt finde: „Die Räume, die du uns gegeben, grenzt deine Liebe für uns ein. Wir dürfen weit in ihnen gehen und immer noch geborgen sein.“

Bei dir ist es was …?

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Who is a God like you, offering forgiveness for evil-doing and overlooking the sins of the rest of his heritage? he does not keep his wrath for ever, because his delight is in mercy. Micah 7:18

He who did not keep back his only Son, but gave him up for us all, will he not with him freely give us all things? Romans 8:32

 

Great are the moments when an inkling of the immeasurable greatness of God creeps over us and we are amazed!

With Micah it was the amazement at God’s mercy, who forgives the guilt of his people and continues his history with them.

With Paul it was the amazement at God’s commitment in the passion of Christ.

With me it is the amazement at the almost limitless freedom that God gives to us humans, and which I find beautifully expressed in the lines of Bettina Dörfel’s poem: „The spaces you gave us are limited only by your love. We may go far in them and still be safe.“

What is it with you…?

 

Prayer: Klaus Dotzer

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Seit einem Jahr bestimmt die Pandemie und ihre Bekämpfung mit ihren erforderlichen Maßnahmen unser Leben. Rückblickend gab es Zeiten, in denen unser Alltag manchmal stärker beeinträchtigt war und manchmal weniger. Die Zeiten ohne Corona scheinen aus heutiger Sicht sehr weit entfernt zu sein. Während die einen die Strategie fahren, nach vorne zu schauen und sich den aktuellen Bedingungen anzupassen, sehnen sich andere einfach nur danach, dass es wieder so sein möge wie vorher; eben wie gewohnt. Genau diese Spannung jedoch verunsichert, zermürbt und zerreißt. Menschen sehnen sich nach Stabilität und Zuverlässigkeit. In dieser Situation der Unsicherheit gibt uns jedoch die Tageslosung für den heutigen Tag genau die Stabilität, die wir suchen: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit (Hebräer 13,8). Da mögen die Zeiten noch so unsicher sein und die Perspektiven, die unseren Alltag bestimmen, noch so verwirrend. Jesus Christus mit seiner lebensbejahenden und ermutigenden Botschaft war, ist und bleibt derselbe. Vor, in und nach der Pandemie. Amen.

 

Gebet von Jochen Klepper:

Der du allein der Ewge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt im Fluge unsrer Zeiten: bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten.

 

Andacht: Gabriele Hoerschelmann, Direktorin Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Since one year, the pandemic with all its necessary measures controls our life. In hindsight, we experienced times when our daily life sometimes was more affected and sometimes less. Today the times before corona seem to be very far away. While some of us follow the strategy to look ahead and to be flexible in the current situation, others simply wish it would be all gone and life would be restored simply as it was before. Exactly this tension makes tired and tears us apart. People desire stability and reliability. In this situation of uncertainty, the watchword for today gives us the exactly the stability we are looking for:

Jesus Christ is the same yesterday and today and in eternity. (Hebrews 13:8). Even though our time are insecure and the perspectives are not clear. Jesus Christ and his life-giving and encouraging message was and is will be the same. Before the pandemic, in the pandemic and afterwards. Amen.

 

Prayer: Gabriele Hoerschelmann

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

YOU ARE MEANT

 

In God will I give praise to his word; in the Lord will I give praise to his word. Psalms 56:11

That good thing which was given to you keep safe, through the Holy Spirit which is in us. II Timothy 1:14

 

Tears can also be a revelation. At least, that is what they say about Rabbi Sussiah. He is said to have been on his deathbed when he began to cry. Rabbi Sussiah’s disciples then tried to comfort him. They praised the deeds he had done in his life. Had he not been a Moses to them as a teacher? Yes, a father like Abraham?

Whether it all happened that way is not so important. Not even the names as such agree completely in the different versions of the story. The main thing is that they are biblical figures that everyone knows. Moses and Abraham. David or Elijah. Sussiah alone is really decisive. Because he is mentioned twice in the story. First, Sussiah is introduced as the rabbi who weeps.

And then at the end – at the resolution – it is said:

„Rabbi Sussiah said to his disciples: ‚In the world to come I will not be asked, ‚Why have you not been Moses?‘ Nor, ‚Why have you not been Abraham?‘ ‚But: Why have you not been Sussiah?“

Why have you not been Sussiah? The discovery of being addressed by one’s own name – that is in the tradition of the Hebrew Bible: the Word of God. „It’s about you!“ This is great and powerful. A precious good worth preserving.

 

Prayer: Sung Kim

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Jesus betet: Ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die Du mir gegeben hast. Joh. 17,12

 

Ein Mönch hatte einmal zu mir gesagt: „Ein Pfarrer muss wie ein guter Gärtner die Rosen oder Bäume gut beschneiden. Nur dann wachsen sie gut.“ Ich war mir nicht genau sicher, was er damit meinte. Ein anderer Mönch, von einem anderen Kloster, hatte einmal zu mir gesagt: „Das Wort Autorität kommt von dem lateinischen Wort augere, und das heißt vermehren.“ Das hat mich mehr angesprochen. Wenn ich andere Menschen in meiner Umgebung unterstützen kann, inspirieren kann, dann baut sich etwas auf, und oft kommt auch etwas zurück. Letztlich ist alles Gnade: Wir sehen oder spüren vielleicht, was an Gutem wächst, und wir hoffen, in aller Demut, dass es auch bei uns, in unserer Umgebung wächst. Lass es blühen, lass es fließen!

 

Andacht: Gottfried Rösch, Referat Mission Interkulturell, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

Jesus prays: I have given them the glory that you gave me. John 17:12

 

A monk once said to me, „A priest, like a good gardener, must prune the roses or trees well. Only then do they grow well.“ I was not exactly sure what he meant by that. Another monk, from another monastery, once said to me, „The word ‘authority’ comes from the Latin word ‘augere’, and that means: to increase.“ That appealed to me more. If I can support others around me, inspire them, then something builds up, and often something comes back. In the end, everything is grace: we might see or feel what good grows, and we hope, in all humility, that it also grows in us, in our surroundings. Let it blossom, let it flow!

 

Prayer: Gottfried Rösch

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

 

Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, dass ich wandeln kann vor Gott im Licht der Lebendigen. Psalm 56,14

 

„Dem war doch alles schon in die Wiege gelegt“, sagt man gemeinhin über einen Menschen, dessen Leben offensichtlich geradlinig verläuft, ohne Brüche, dem anscheinend alles zufällt. Es ist immer die Frage, ob es der oder die Betreffende genauso sieht. So manches, was von außen so glatt und unangefochten aussieht, vollzieht sich doch mit großen, inneren Kämpfen, die Außenstehende oft nicht wahrnehmen.

Der Aufstieg Davids vom Hirtenjungen zum König Israels verlief auf jeden Fall nicht geradlinig, sondern mit vielen Rückschlägen, Bedrohungen und auch lebensbedrohenden Situationen. Auch wenn Davids Lebenswandel keineswegs immer vorbildlich war, auch wenn er nicht ohne persönliche Schuld blieb, so können wir doch eines an ihm sehen: Er hatte grenzenloses Gottvertrauen.

Im Psalm 56 können wir lesen, wie er angefochten ist und voller Angst. Doch er hält sich an Gott, klagt ihm seine Not, setzt seine ganze Hoffnung auf ihn und findet aus der Not heraus zum Lob Gottes, zum Dank.

Gott zeigt sich in seinem Leben immer wieder als der Erbarmende, der Gnädige, der Retter.

Darauf vertraut David, darauf können auch wir getrost vertrauen. Immer.

 

Andacht: Günter Fischer, Tagungsstätte, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

For thou hast delivered my soul from death, my feet from slipping, that I may walk before God in the light of the living. Ps. 56:14

 

„Everything was already laid in his cradle“, that’s what people say about a person whose life is obviously straightforward, without breaks, who seems to succeed in everything. The question is always whether the person in question sees it the same way. Many things that look so smooth and unchallenged from the outside are actually taking place with great inner struggles that outsiders just don’t notice.

In any case, David’s rise from shepherd boy to King of Israel was not a straight line, but one with many setbacks, threats and even life-threatening situations. Even if David’s way of life was by no means always exemplary, even if he was not without personal guilt, there is one thing we can see in him: He had boundless trust in God.

In Psalm 56 we can read how he is challenged and full of fear. But he clings to God, laments his distress, puts all his hope in him and out of his distress finds praise of God, thanksgiving.

In David’s life God shows himself again and again as the merciful, the gracious, the saviour.

David trusts in this, we can trust in this too. Always.

 

Prayer: Günter Fischer

Illustration: Daniela Denk

 

Die heutige Andacht ist ein kurzer Predigtimpuls per Video für den ökumenischen Lateinamerikawochengottesdienst vom 24. Januar 2021

Priester Juan Goicochea aus Lima/Peru vom Comboni-Orden spricht über das Thema Hoffnung und Solidarität angesichts der Corona-Krise.

Deutsche Fassung: https://www.youtube.com/watch?v=gVJD3Ga1vk8

Spanische Fassung: https://www.youtube.com/watch?v=FtWlV8sZv-I

Der komplette Gottesdienst: https://youtu.be/5VpCpV4P8Eo

Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Matthäus 14, 28-29

 

Immer wieder hadern wir damit, ob das, was wir glauben, wirklich richtig ist. In schwachen Momenten werden wir übermannt von Fragen wie: Gibt es Gott denn wirklich? Und wenn ja, warum hilft er mir scheinbar gerade nicht in der größten Krise, wenn ich durch den schweren Sturm gehe und mich fürchte? Warum stoppt er nicht das ganze Leid und Unheil, das in der Welt passiert?

Ich frage mich dann immer: Warum kann ich denn nicht einfach darauf vertrauen, dass der Glaube mich immer trägt? Petrus ging es vermutlich ganz ähnlich. In seinem Inneren wusste er, dass Jesu Macht unendlich ist, und doch erschien es ihm so suspekt, auf dem Wasser laufen zu können, dass er zu zweifeln begann. Der Sturm machte ihm Angst und er fragte sich, ob Jesus denn wirklich alles könne.

Doch Zweifel sind lästig, aber sie bewirken auch, dass wir nicht alles glauben, was uns vorgesetzt wird. Und dennoch ist die Geschichte mit Petrus der ultimative Beweis, wie stark und wie liebend Gott ist. Wenn wir Ihm vertrauen, wenn wir unser Leben ganz in seine Hände geben, dann können wir auf Wasser laufen. Wir können dem Menschlichen trotzen. Und plötzlich ist alles möglich. Und das – das ist für mich die Hoffnung!

To think: Kann man gleichzeitig an etwas zweifeln und daran glauben?

 

Andacht: Paula Klein und Jakob Holland, im Freiwilligen Sozialen Jahr bei Mission EineWelt

Illustration, Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

And Peter answered him, “Lord, if it is you, command me to come to you on the water.” He said, “Come.” So Peter got out of the boat and walked on the water and came to Jesus. Matthew 14, 28-29

 

Repeatedly we struggle with whether what we believe is true. In weak moments, we are overcome by questions such as: Does God really exist? And if so, why isn’t he helping me just in the greatest crisis, when I am going through a heavy storm and am afraid? Why doesn’t he stop all the suffering and disaster happening in the world?

I always ask myself: Why can’t I just trust that faith will always carry me? Peter probably felt the same. In his inner being, he knew that Jesus‘ power is infinite and yet it seemed suspicious to him to be able to walk on water so that he began to doubt. The storm frightened him and he wondered if Jesus could do everything.

In some kind, doubts are good. They help us to that we do not believe everything that is presented to us just because it is presented to us. But the story of Peter is the ultimate proof of how strong and how loving God is. When we fully trust Him, when we give our life completely into His hands, we can walk on water. We can defy human nature. Suddenly everything is possible. That’s the hope for me!

To think: Is it possible to doubt and believe in something at the same time?

 

Prayer: Paula Klein, Jakob Holland

Illustration: Daniela Denk