Illustration: Daniela Denk

Illustration: Daniela Denk

Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder!

Psalm 71, 17

Einerseits ist es gut, dass zu dem, was mir von Jugend auf gelehrt wurde, immer noch Neues hinzukommt. In meiner Jugend gab es keine Handys. Aktuell dagegen freue ich mich über Video-Konferenzen, WhatsApp-Gruppen und E-Learning.

Andererseits bin ich in diesen Tagen aber doch auch wieder froh über eine gute alte und solide Glaubens-Stimme, die ich religiöses Wirrwarr faselnden „Landesvätern“ in ihren Ländern gut und gern entgegen halten kann:

 „Wohlan, der Feind hat uns durch Gottes Verhängnis Gift und tödliche Krankheit herein geschickt, so will ich zu Gott bitten, dass er uns gnädig sei und wehre. Danach will ich auch räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen. Orte und Personen meiden, da man meiner nicht bedarf, auf dass ich mich selbst nicht verwahrlose und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiften und anstecken und ihnen so durch meine Nachlässigkeit Ursache des Todes sein möchte. Will mich indes mein Gott haben, so wird er mich wohl finden, so habe ich doch getan, was er mir zu tun gegeben hat, und ich bin weder an meinem eigenen noch an anderer Menschen Tode schuldig. Wo aber mein Nächster mein bedarf, will ich weder Orte noch Personen meiden, sondern frei zu ihm gehen und helfen, wie oben gesagt ist. Siehe, das ist ein rechter, gottesfürchtiger Glaube, der nicht dummkühn noch frech ist und auch Gott nicht versucht.“

(Martin Luther – Ob man vorm Sterben fliehen möge – Brief an Johannes Heß, 1527, WA Bd. 23, S. 365-366)

Einen mutigen und besonnenen neuen Glaubenstag uns allen!

 

Andacht: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

O God, thou hast taught me from my youth: and hitherto have I declared thy wondrous works.

Psalm 71, 17 (King James Version)

On the one hand, it is good that something new has always been added to what I was taught from my youth. When I was young there were no cell phones. On the other hand, I’m currently enjoying video conferences, WhatsApp groups and e-learning.

On the other hand, these days I am also glad about a good old and solid voice of faith, which I can gladly hold up against religious confusion of „national fathers“ in their countries:

“Very well, by God’s decree the enemy has sent us poison and deadly offal. Therefore I shall ask God mercifully to protect us. Then I shall fumigate, help purify the air, administer medicine, and take it. I shall avoid places and persons where my presence is not needed in order not to become contaminated and thus perchance infect and pollute others, and so cause their death as a result of my negligence. If God should wish to take me, he will surely find me and I have done what he has expected of me and so I am not responsible for either my own death or the death of others. If my neighbor needs me, however, I shall not avoid place or person but will go freely, as stated above. See, this is such a God-fearing faith because it is neither brash nor foolhardy and does not tempt God.”

(Martin Luther – Whether One May Flee From a Deadly Plague – Letter to Johannes Heß, 1527, Luthers Works, Vol. 43)

A brave and prudent new day of faith to all of us!

 

Prayer: Klaus Dotzer, Referat Afrika, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

Seit Beginn der Corona-Krise vor vier Wochen geht mir ein Lied einer Reggae Band nicht mehr aus dem Kopf. Es heißt „Maybe we should just go slow!“ In einem Live-Mitschnitt von einem Konzert dieser Musikgruppe kündigt der Sänger das Lied mit sehr pathetischen Worten an:

We’re talking about high technology – and low humanity.

We’re talking about fast modern living – and slow terrible dying.

We’re moving too fast – civilization get’s a blow – maybe we should just go slow.

Ich persönlich empfinde es als sehr wohltuend, dass im Moment alles ein wenig langsamer geht als sonst. Und ich sehe die Krise insofern auch als Chance. Wir können diese Pause im „fast modern living“ gut gebrauchen, um alles noch einmal zu überdenken! Ich würde mir wünschen, dass wir anders aus dieser Krise rausgehen, als wir reingegangen sind. Aufmerksamer, fürsorglicher, kämpferischer – mit einem geschärften Blick für das Wesentliche und für die Not der anderen. Papst Franziskus hat es am Freitag so unnachahmlich und treffend gesagt: „Wie können wir glauben, dass wir in einer kranken Welt gesund bleiben können?“ Die Bibel nennt das Umkehr. Einen Neuanfang wagen. Etwas verändern. Sich anders orientieren. Auf Gott hoffen. Das wünsche ich mir!

Guter Gott, sei du nahe bei unseren Kranken und stärke sie!

Gib uns Geduld und Lebensmut, mit dieser Krise umzugehen.

Lass sie uns auch als Chance begreifen, manches neu und anders zu machen.

Behüte die Menschen in unseren Partnerkirchen und zeige ihnen und uns tragfähige Wege aus der Krise. Amen

 

Andacht: Christoph von Seggern, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

Since the beginning of the covid 19 crisis four weeks ago there’s a reggae song running through my head, it’s called “Maybe we should just go slow!” There is a live performance of the concert on youtube and the singer is announcing the song with very pathetical words:

We’re talking about high technology – and low humanity.

We’re talking about fast modern living – and slow terrible dying.

We’re moving too fast – civilization get’s a blow – maybe we should just go slow.

Me personally, I like the reduced speed of life just in the moment. There is also a chance in this crisis for all of us. Maybe we need a break in our kind of “fast modern living” to rethink everything again. It’s my wish that we get out of this crisis differently than we stepped into it. More attentive, more caring and more combative – with a sharpened eye for the essential and for the needs of others. Pope Francis said it on Friday in a very good way: „How can we believe to stay healthy in a sick world?“ It’s said in the bible, we have to turn around. We have to look for a new start. We should change something. We need a better orientation. Believing in God. That’s what I wish for!

 

Merciful god, be close to our ill people and strengthen them!

Give us patience and courage of Life, to cope with this crisis.

Help us to see the chance to do some things new and different.

Protect the people of our partner churches and show them and us sustainable ways out of this crisis. Amen

 

Prayer: Christoph von Seggern, Referat Partnerschaft und Gemeinde, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

„Auf der ganzen Welt halten Menschen inne und reflektieren.

Auf der ganzen Welt sehen Menschen ihre Nachbarn in einem neuen Licht.

Auf der ganzen Welt erwachen Menschen zu einer neuen Realität:

Dazu, wie kostbar und zerbrechlich das Leben ist.

Dazu, wie wenig Kontrolle wir eigentlich haben.

Dazu, was wirklich zählt.

Zur Liebe.“

 

Bruder Richard Hendrick, ein irischer Franziskaner, hat das gesagt in diesen Tagen. Selten habe ich so viele gute und innige Worte gelesen und gehört wie in diesen Tagen. Selten haben mich solche Worte so angerührt wie in diesen Tagen.

Und selten sind mir so häufig die Tränen gekommen wie in diesen Tagen: bei der Nachricht von Giuseppe Berardelli, dem italienischen Priester, der sein Beatmungsgerät, das seine Gemeinde ihm gespendet hat, an einen jungen Mann weitergegeben hat und gestorben ist, und den unfassbar vielen Toten in Norditalien.

Bei den Bildern spanischer Balkone und dem Tosen des Applauses der vielen Nachbarn, die sich gegenseitig ihrer Hoffnung versichern. Als ich die musizierenden Polizisten sehe, die andere aufmuntern – und die tanzenden Krankenschwestern, die sich mitten im Elend bedanken.

Von Hassnachrichten lese ich nichts in diesen Tagen. Was auf uns zukommt, wird schwierig werden, für viele bedrohlich. Ich hoffe, ich bete darum, dass der gute Geist, den ich erlebe, uns auch durch diese Zeiten tragen wird – und möchte das Vertrauen neu üben, dass es Gottes Geist ist, der uns den Weg zum Leben führt.

 

Andacht: Frank Zelinsky, Pastoralkolleg, Neuendettelsau

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

„On the whole world people pause and reflect.

On the whole world people see their neighbours in a new light.

On the whole world people awake for a new reality:

to realize how precious and fragile life is..

To realize how little we may have control .

To realize what really matters.

To love.“

 

Brother Richard Hendrick, an irish francisan, wrote these words these days. Seldom I heard and read such heartfelt and good words as in these days. Seldom I was touched by such words as deeply as in these days.

And seldom I was moved to tears such often as in these days. On the news of father Giuseppe Berardelli, an italian priest, who gave his ventilator to a young man and died of Corona as so incredible many in Italy did.

On the images of spanish balconees and so many people applauding, comforting each other. As I saw the policemen making music on the street – and nurses dancing in front of their hospital to encourage each other in the midst of misery.

I do not read any hate-speech these days. We are going through and towards difficult and hard times, for many they will be threatening. I hope and I pray, that the good spirit I experience will carry us through – and a new I want to learn the trust a new, that it will be god’s holy spirit who leads us the way to life.

 

Prayer: Frank Zelinsky, Pastoralkolleg, Neuendettelsau

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?
Jeremia 8,4

Jesus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.
Johannes 6,37

Wenn man hinfällt , tut man sich weh. Wer erkennt, dass er auf einem falschen Weg ist, ist verunsichert, sucht nach Orientierung. Jede Krise bedeutet aber auch immer eine Chance.  Das Innehalten, der „Break“ im Alltags-Trott kann zur Besinnung führen. Zur Besinnung über das, was eigentlich nicht so gut läuft in meinem persönlichen Leben, in der Familie, in der Gruppe in der Gesellschaft, in der Welt. Nutzen wir diesen „Break“ durch Corona dazu, uns zu besinnen auf das, was wir ändern können.  Nutzen wir diese Krise als Chance zur Umkehr aus den Irrwegen im persönlichen Leben wie in der Gesellschaft. Schon werden die ersten Stimmen laut, die einfach wieder zur Tagesordnung übergehen wollen. Aber kann es wirklich ein Weiter-so-wie-bisher geben?

Die Corona-Krise zeigt uns: Einschneidende Veränderungen sind möglich, ein Ändern der bisher geltenden Regeln ist machbar. Das sollten wir uns für die Zeit nach dem Corona-Shutdown merken.

Jesus lädt uns ein, umzukehren, seine Tür, Gottes Tür ist immer offen. Diese Zusage sollte uns eigentlich Mut machen, Veränderungen zu wagen. Hin zu mehr Frieden, hin zu mehr Gerechtigkeit, hin zu mehr Bewahrung der Schöpfung, hin zu mehr Versöhnung.
Amen.

Andacht: Gisela Voltz, Referat Entwicklung und Politik, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

So ist es jetzt bei uns Allen:

Termine wurden ab gesagt, Häuser geschlossen,

Private Treffen wurden abgesagt, Spielplätze gesperrt,

Gottesdienste wurden abgesagt, Sportveranstaltungen vertagt,

Konzerte wurden abgesagt, Hochzeiten verschoben …

… Absagen über Absagen

Das beschäftigt uns, macht uns traurig und verunsichert uns.

Aber!!! Die Welt ist nicht nur Corona, besteht nicht nur aus Absagen.

Sie ist und bleibt Gottes Schöpfung; in Gott ist alles aufgehoben, Schönes und Schweres. Dazu ein paar Worte, die mir vergangene Woche zugeschickt wurden:

Sonne ist nicht abgesagt, Frühling ist nicht abgesagt,

Liebe ist nicht abgesagt, Lesen ist nicht abgesagt,

Musik ist nicht abgesagt, Phantasie ist nicht abgesagt,

Freundlichkeit ist nicht abgesagt, Gespräche sind nicht abgesagt,

Hoffnung ist nicht abgesagt, Beten ist nicht abgesagt.

Und dass wir Alle Gottes Kinder sind, ist auch nicht abgesagt, sondern richtig „angesagt“ 😉

Gott segne uns alle an diesem Tag

 

Andacht: Ulrike Bracks, Kirchliche Studienbegleitung, Neuendettelsau

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

Die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemand reut.

2. Korinther 7,10

 

Alles anders.

Wir warten auf unsere Passion.

Wir warten. Aber sie kommt nicht.

Was kommt, sind Umstände, die unsere Geduld erfordern.

Schon am Morgen suchen sie uns auf:

Unsere Nerven gehen uns so leicht durch, der Bus ist bereits voll, die Milch läuft über, die Freunde erscheinen nicht, das Telefon läutet ununterbrochen, die, die wir lieben, streiten sich; man möchte schweigen und muss sprechen, man möchte ausgehen und muss daheim bleiben, man möchte daheim bleiben und muss weggehen.

So treten Geduldsübungen an uns heran, neben- oder hintereinander, und vergessen immer uns zu sagen, dass sie das Martyrium sind, das für uns vorgesehen ist.

Wir aber lassen sie mit Verachtung an uns vorüberziehen und warten auf die Gelegenheit, unser Leben hinzugeben, eine Gelegenheit, die der Mühe wert wäre.

(Madeleine Debrel im Fasten-Wegweiser „Wandeln 2020“: www.anderezeiten.de)

 

Gebet:

Gott, Du  Schöpfer des Himmels und der Erde und allem, was darinnen ist.

Sich in Geduld zu üben, fällt uns in diesen Tagen nicht leicht, und dennoch ist es wichtiger denn je zuvor.

Vieles von dem, was uns sicher schien, wird unsicher, vieles von dem, was uns zentral und wichtig erschien, wird marginal und unwichtig.

Wir bitten Dich, sei Du uns in dieser Passionszeit nahe.

Lass uns diese, für uns neue Situation als Deinen Passionsweg mit uns begreifen.

Damit wir ihn gehen können, mit Geduld, Schritt für Schritt.

Amen.

 

Gabriele Hoerschelmann, Direktorin, Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mission EineWelt

Wir bleiben miteinander verbunden. Menschen sind soziale Wesen.

Es ist ungewöhnlich, und eine komische Atmosphäre, wenn das Gebäude von Mission EineWelt nun so leer ist. Home Office. Und so viele Veranstaltungen und Begegnungen plötzlich abgesagt.

Als ich ein kleiner Junge war, ist unsere Familie von Tansania ins Fichtelgebirge gezogen. Da blieb so einiges mit mir verbunden, was dann plötzlich weg war, und ich habe mich im Fichtelgebirge eingelebt. Später sind meine Eltern wieder nach Tansania gezogen, und ich habe das Fichtelgebirge wieder verlassen. Und doch bleiben Verbindungen. In Lebensgeschichten, da sammelt sich so einiges an, an Eindrücken, Erinnerungen, Beziehungen und Verbindungen. Auch über Trennungen und Entfernungen hinweg.

Mission EineWelt gehört zur Kirche, ist ein Teil der weltweiten Kirche. Da geht es oft um Verbindungen über Kontinente hinweg. Über große Entfernungen hinweg. Auch die zeitliche Entfernung prägt die Kirche:

Jesus – das ist schon lange her, und die Geschichten gehen aber noch weiter, und im christlichen Glauben fühlen sich Menschen heute, und auf der ganzen Welt, mit Jesus verbunden. Auf verschiedene Weisen.

Mit Studierenden war ich kürzlich in Malaysia, und wir haben die Vielfalt der Religionen und die Formen des Christentums dort erlebt. Wenige Tage später kam vom Bach Festival in Malaysia ein YouTube-Clip, den viele Menschen weltweit geteilt haben, weil er musikalisch und geistlich Menschen verbinden konnte. Der Clip wurde in verschiedenen Ländern aufgenommen, und ging viral, im doppelten Sinne des Wortes.

Zur Pandemie wird über Kontinente hinweg auf Englisch, Chinesisch und Deutsch gesungen:

 

Befiehl Du Deine Wege

und was Dein Herze kränkt,

der allertreusten Pflege

des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken Luft und Winden

gibt Wege, Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden,

da Dein Fuß gehen kann.

 

Wo auch immer ich bin, wo auch immer Du bist, wo auch immer Sie sind:

Wir bleiben verbunden mit Wolken, Luft und Winden, und Gott trägt uns gemeinsam, über Räume und Zeiten hinweg.

https://www.youtube.com/watch?v=4nV8NakYNfs&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2xX5JwPqfsIRKHOoo-Z4ujAgA37jdbhFZMxUxDbKnCE0LkmQxbfyoEboY

Einen guten und gesegneten Tag heute!

 

Andacht: Gottfried Rösch, Leiter des Referats Mission Interkulturell bei Mission EineWelt

Illustration: Daniela Denk, Öffentlichkeitsarbeit, Mssion EineWelt

Wir bitten Gott, dass sein Geist euch mit Weisheit und Einsicht erfüllt und ihr auf diese Weise seinen Willen immer besser erkennt.

Kolosser 1,9

 

Unser Gebet kann uns helfen, einen Blick dafür zu bekommen, was für uns und andere hilfreich und wichtig ist. Hier ein paar Anregungen:

Wir beten für uns: Was müssen wir tun und was können wir gut bleiben lassen, damit andere und wir selbst vor Infektion geschützt werden?

Wir beten für die, die im Gesundheitswesen, in der Pflege und im Bereich der Grundversorgung arbeiten.

Wir beten für die, die politische Entscheidungen dahingehend treffen müssen, was hilfreich und notwendig ist.

Wir beten für die, die gerade mit Hochdruck daran forschen, wie der Corona Virus bekämpft werden kann.

Wir beten für die, die an den Rand der Nachrichten gedrängt werden, so wie Menschen, die auf der Flucht sind. Wie sieht unsere Verantwortung für sie aus?

Gott segne uns mit Weisheit und Einsicht.

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We have been asking God to fill you with the knowledge of what he wants. We pray that he will give you spiritual wisdom and understanding.

Kolosser 1,9

 

Our prayer can help us to understand what is helpful and important for us and others. Here are a few suggestions:

We pray for us: what do we have to do and with what should we do without for right now so that others and we are protected from infection?

We pray for those who work in the areas of health care and nursing or care for our basic needs like food.

We pray for those who have to make political decisions about what is helpful and necessary.

We pray for those who are working hard on research into how to combat the coronavirus.

We pray for those who are not in the headlines right now, like people who had to flee their home. What is our responsibility for them?

God bless us with wisdom and insight.

 

Michael Seitz, Mission Eine Welt, Referat Mission Interkulturell

Illustration: Daniela Denk, Mission EineWelt, Öffentlichkeitsarbeit

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, / wird es ihnen zum Quellgrund und Frühregen hüllt es in Segen.
Psalm 84,4-7

Bleiben Sie zu Hause!
So lautet eine der wichtigsten Verhaltensregeln in Corona-Zeiten. „Zu Hause“ ist für viele ein Ort, an dem sie sich wohl und sicher fühlen, der Schutz und Geborgenheit bedeutet. Wo sie ihre Liebsten treffen, wo sie gerne sind. Da kann man sich schon mal einschränken und ein paar Wochen daheim bleiben. Was aber ist mit den Menschen, die sich daheim nicht wohlfühlen, weil sie einsam oder psychisch angeschlagen sind? Oder weil ihr Daheim von Gewalt und Streit geprägt ist. Oder mit denen, die kein richtiges Zuhause haben: Obdachlose, Menschen auf der Flucht . Viele Hilfsangebote für diese Menschen fallen plötzlich weg.
Als Christinnen und Christen haben wir immer ein zu Hause bei Gott, dürfen wir uns trotz aller Unsicherheiten und Bedrohungen in der Welt stets bei ihm daheim und geborgen fühlen. Dieses Vertrauen auf Gott kann uns dazu anregen, auch in Krisenzeiten nicht nur auf uns selbst zu schauen, sondern die Menschen ohne Zuhause zu unterstützen und ihnen zu helfen. Durch Gespräche am Telefon, online, indem wir sie beim Einkaufen unterstützen. Indem uns ihr Schicksal nicht gleichgültig bleibt, sondern wir uns für sie einsetzen und dafür sorgen, dass sie nicht vergessen werden. Gerade die Geflüchteten, die in Lagern vor den Toren Europas oder auf den griechischen Inseln meist auf engstem Raum unter katastrophalen hygienischen und medizinischen Verhältnissen festsitzen, brauchen dringend Unterstützung und Solidarität.
Sich für andere einzusetzen, nicht nur um sich selbst zu kreisen, mit Menschen auf der ganzen Welt verbunden zu sein in Solidarität, im Handeln und auch im Gebet, kann heilsam und segensreich sein. Und uns so auch eine geistige Heimat geben.
Bleiben Sie zu Hause und bleiben Sie auch bei Gott zu Hause!
Amen.


Gisela Volz, Mission EineWelt, Referat Entwicklung und Politik
Illustration: Daniela Denk, Mission EineWelt, Öffentlichkeitsarbeit

Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück,

der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9,62

 

Nur zu gerne sehen wir und sehnen wir uns zurück, aber meistens mit einer Spezialbrille, die das Gelungene überbetont und das Missratene ausblendet.

Doch hier geht es nicht um mich und meine Lieben, sondern um das Reich Gottes. Nicht zurückschauen, sondern vorausschauen, schauen auf den, der gesagt hat: Ich bin der Weg. Das macht uns frei und hilft uns zur Wahrheit, die uns auch wieder auf Jesus hinweist. Wir müssen nichts beschönigen, ausblenden oder unter den Teppich kehren. Gott gibt uns eine Aufgabe und ein Ziel: die Nachfolge.

Heute ist Frühlingsanfang. Das soll nicht nur im Garten so sein, sondern auch in unserem Herzen. Wir dürfen auf Jesus schauen, nicht in den Spiegel, in dem wir uns ja eigentlich seitenverkehrt sehen. ER ist das Licht der Welt, unser Licht, damit auch wir nicht verbissen uns mit unserem „Pflug“ abmühen und davonlaufen, wenn die „Lebens-Furche“ zu missraten droht.

Was wir tun, ist „Handarbeit“, auch wenn es mit unserem Kopf geschieht. Das Wachsen und Gedeihen können und brauchen wir nicht vollbringen. Jesus, der das Leben ist, kann auch aus unseren krummen Furchen eine gute und reiche Ernte geraten lassen.

Um seinen Segen wollen wir bitten. Amen

 

Das Lied: (EG 391) Jesu, geh voran… ist auch unser Gebet.

Jesu, geh voran auf der Lebensbahn! Und wir wollen nicht verweilen, dir

getreulich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland.

Soll’s uns hart ergehn, lass uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen

niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir.

Ordne unseren Gang, Jesu, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, gib

uns auch die nöt’ge Pflege; tu uns nach dem Lauf deine Türe auf.

 

Andacht: Karl Lippmann, ehemaliger Mitarbeiter des Bayerischen Missionswerks in Papua-Neuguinea

Illustration: Daniela Denk