Diskussionsveranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion mit Dr. Jürgen Bergmann in Nürnberg

Die Bundestagsfraktion der SPD lädt am Montag, 19. Januar 2015, zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem Thema „Entwicklungszusammenarbeit mitgestalten“ ins Karl-Bröger-Zentrum nach Nürnberg ein.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen Fragen der Entwicklungspolitik. Nach zwei Kurzbeiträgen von Dr. Bärbel Kofler, Sprecherin der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zum Thema „Was kann und muss Entwicklungspolitik leisten?“ und Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstandes der Kreditanstalt für Wiederaufbau, zum Thema „Infrastruktur für Entwicklungsländern“ findet eine Podiumsdiskussion statt. An der wird Dr. Jürgen Bergmann, Leiter des Referates Entwicklung und Politik von Mission EineWelt mitwirken und sich im Anschluss den Fragen des Publikums in einer Diskussionsrunde stellen.

Die Diskussionsveranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr.

Mehr Informationen:
Einladungsflyer zur Veranstaltung (PDF)

18. – 25. Januar 2015: Gebetswoche für die Einheit der Christen

Vom 18. bis 25. Januar findet in diesem Jahr die Gebetswoche für die Einheit der Christen statt, zum insgesamt 107. Mal. „Gib mir zu trinken“, unter dieses Thema hat das nationale brasilianische Komitee die Gebetswoche 2015 gestellt. Textgrundlage ist die Geschichte von Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen aus Johannes 4.

Die nationale Situation in Brasilien ist seit dem Zweiten Weltkrieg geprägt durch die über zwei Jahrzehnte andauernde Militärdiktatur, in der die christlichen Kirchen eine ambivalente Rolle gespielt haben. Es besteht ein großes Gefälle zwischen Reich und Arm. Nach wie vor problematisch ist die Stellung der indigenen Bevölkerung innerhalb der Gesellschaft Brasiliens. In den vergangenen zwanzig Jahren sind pfingstlerische Freikirchen rasant gewachsen und stehen oft in Konkurrenz zu den historischen Kirchen in Brasilien, besonders zur römisch-katholischen Kirche und auch zu unserer lutherischen Partnerkirche.

Im Gottesdienstentwurf für die Gebetswoche und in den acht Tagesmeditationen wird die biblische Geschichte aus Johannes 4 aktuell: Das brasilianische Komitee macht deutlich, dass hier unterschiedliche Kulturen und Religionen aufeinandertreffen. Bemerkenswert sei, dass Jesus nicht nur selbst am Ende der Geschichte das „Wasser des Lebens“ anbietet. Er tritt am Anfang als Bittsteller auf und bittet die Frau um einen Schluck Wasser. Damit bricht er mehrere Tabus und überwindet dadurch Spannungen: die Beziehung zwischen Mann und Frau im altorientalischen Kontext, die kulturelle und religiöse Frontstellung zwischen Juden und Samaritern, die Stigmatisierung der Frau als Ehebrecherin. „Gib mir zu trinken“ – mit dieser Bitte durchbricht Jesus bislang unüberwindbare Grenzen.

Die Gebetswoche 2015 will die Augen dafür schärfen, wo solche Grenzen heute verlaufen und Christen aller Konfessionen darin zusammenführen, Grenzen zu überwinden. Die Gebetswoche findet traditionell vom 18. – 25. Januar oder in der Woche vor Pfingsten statt.

Aktuelle Materialien finden Sie unter:
www.oekumene-ack.de/themen/geistliche-oekumene/gebetswoche/2015/

Zweitälteste Bürgerin von Neuendettelsau kam in Papua-Neuguinea zur Welt

Im Alter von 107 Jahren ist Jutta Bergmann am vergangenen Sonntag in Neuendettelsau gestorben. Die zweitälteste Bürgerin der mittelfränkischen Gemeinde kam am 9. Juni 1907 in Sattelberg/Papua-Neuguinea als Tochter des bekannten Missionars Christian Keyßer und seiner Frau Emilie zur Welt.

Bis 1921 lebte sie in dem südpazifischen Inselstaat, kam dann nach Bayern, wo sie die Industrieschule der heutigen Diakonie Neuendettelsau besuchte und kehrte 1932 für weitere sechs Jahre nach Papua-Neuguinea zurück. Sie heiratete dort Fritz Bergmann, der aber schon drei Monate nach der Hochzeit einer schweren Krankheit erlag. Jutta Bergmann kehrte 1938 nach Neuendettelsau zurück, übernahm den Haushalt der Eltern und arbeitete bis 1980 bei der Missionsanstalt und dem späteren Missionswerk Bayern (heute: Mission EineWelt) mit.

Nach dem Ruhestand widmete sie sich mit Stickereien, Aquarellen und Collagen ihren künstlerischen Fähigkeiten und stellte ihre Kunst auch in Ausstellungen aus. Erst vor zehn Jahren gab Jutta Bergmann ihre eigene Wohnung auf und zog ins Therese-Stählin-Heim, wo sie nun auch gestorben ist.

Die Beerdigung findet am kommenden Freitag (9. Januar 2015) um 14.00 Uhr auf dem Dorffriedhof in Neuendettelsau statt. Pfarrer Peter Weigand, Direktor des Partnerschaftszentrums Mission EineWelt, wird die Beerdigung halten.

Wir wünschen allen besinnliche Weihnachtstage, einen schönen Jahreswechsel und ein gesegnetes neues Jahr 2015.

Mit Weihnachtswünschen aus dem Rehabilitationszentrum in Usa River/Tansania verabschiedet sich Mission EineWelt in diesem Jahr in die Weihnachtspause.

Wir sind ab 7. Januar 2015 wieder für Sie da. In besonderen Fällen sind die Referenten des Partnerschaftszentrums über die bekannten Notfallnummern erreichbar.

…Feliz Natal…Joyeux Noël…Feliz Navidad…Frohe Weihnachten…Merry Christmas…Hepi Krismas…Frohe Weihnachten…Heri ya Krismasi…

Mit Liedern, einer Weihnachtsgeschichte und der Ehrung langjähriger haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeitenden beging am gestrigen Donnerstag das Partnerschaftszentrum Mission EineWelt seine Weihnachtsfeier im Speisesaal der Tagungsstätte.

Als Dank für ein engagiertes Arbeitsjahr war die Belegschaft der landeskirchlichen Einrichtung im Anschluss an die Feier zu einem Konzert ehemaliger Windsbacher Knabenchor-Sänger eingeladen, die a cappella als vierstimmiges „Vokal Ensemble“ Weihnachtslieder und Psalmen sangen.

Diakon Thomas Ritter und seine Frau Andrea werden die nächsten Jahre in Kenia leben und arbeiten.

Aufgabe für sie wird es dort sein, die Kenianische Evangelisch-Lutherische Kirche in Finanzfragen zu beraten. Bereits am 7. Dezember wurde das Ehepaar von Pfarrer Peter Weigand, Direktor von Mission EineWelt, von Dr. Günter Breitenbach, Rektor der Rummelsberger Diakone und Diakoninnen und Dekan Hermann Rummel in der Stadtkirche von Wassertrüdingen zu ihrem Dienst in der ostafrikanischen Partnerkirche ausgesandt.

Am 11. Januar des kommenden Jahres finden gleich zwei Aussendungen statt. In der St. Albankirche in Sachsen bei Ansbach wird Pfarrer Michael Schlötterer zur Mitarbeit in die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania entsandt, wo er sich in der Morogoro-Diözese um die Arbeit unter den Massai kümmern wird. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr.

In der Auferstehungskirche in Günzburg findet am gleichen Tag ab 10.00 Uhr der Aussendungsgottesdienst für Bärbel Löffler statt. Sie wird als Lehrerin nach Kenia gehen und dort im Straßenkinderprojekt Pangani der kenianischen Partnerkirche mitarbeiten.

Um mit dem Kollegium den Übergang des kommenden Leitungswechsels im Partnerschaftszentrums Mission EineWelt zu besprechen, war Oberkirchenrat Michael Martin am heutigen Dienstag in Neuendettelsau.

Martin nutze im Rahmen einer Kaffeepause die Gelegenheit, den Mitarbeitenden des Hauses für ihren Einsatz zu danken. Um die Arbeitsläufe einer komplexen Einrichtung wie Mission EineWelt zu gewährleisten, brauche es alle Mitarbeitenden. „Sie sind alle wichtig“, so der Münchner Oberkirchenrat. Er wünschte sich, dass die gute Arbeit des zurückliegenden Jahres auch im kommenden Jahr fortgesetzt wird, wenn das Haus mit dem Pfarrersehepaar Dr. Gabriele und Hanns Hoerschelmann eine neue Leitung bekommt.

Im Rahmen einer Andacht hat Mission EineWelt am heutigen Dienstag fünf Mitarbeitende zu ihrem Dienst in der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Papua-Neuguinea ausgesandt.

Als Senior Experts wird das Ehepaar Horst und Leni Gerber zu einem Kurzeinsatz ans Lutheran Church College nach Banz ausreisen. Thorsten Krafft arbeitet für weitere drei Jahre als Medienberater für das Lutherische Informationszentrum der südpazifischen Kirche. Timo Stephen geht als Stationsmanager nach Logaweng und Diakon Matthias Troeger wird die nächsten Jahre als Jugendleiter in der städtischen Jugendarbeit weiter tätig sein.

Alle Ausgesandten sind nicht zum ersten Mal in Papua-Neuguinea, sondern können teilweise auf jahre- oder jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken oder sind, wie Timo Stephen dort geboren.

„Wir gehören zu einer weltweiten Kirche“, betonte Direktor Peter Weigand bei der Aussendung. Dazu gehöre auch, nicht nur Ressourcen zu teilen, sondern auch Menschen und Gebete.

Mit einer Straßenaktion machte am gestrigen Mittwoch, 10. Dezember 2014, ein ökumenischer Zusammenschluss mehrerer Organisationen in Nürnberg auf den Internationalen Tag der Menschenrechte aufmerksam.

„Menschen auf der Flucht“ war die zweistündige Aktion vor der Kirche St. Klara überschrieben, bei der die 1948 verabschiedete UN-Menschenrechtscharta in Bezug auf die heutige Asyl- und Migrationspolitik kritisch hinterfragt wurde. Über die Umsetzung der 30 Artikel umfassenden Charta beziehungsweise deren Scheitern berichteten Flüchtlinge, die in der Metropolregion leben. Ihre Erfahrungsberichte zeigten, dass noch immer ein tiefer Graben zwischen dem Anspruch universell gültiger Menschenrechte und der Wirklichkeit klafft.

„Der Tag der Menschenrechte mahnt uns, in unserem Einsatz für die Durchsetzung der Menschenrechte nicht nachzulassen.“, so Aneth Lwakatare, Menschenrechtsreferentin von Mission EineWelt. „Die Asyl- und Migrationspolitik muss an den Menschenrechten ausgerichtet werden!“

Das Bündnis der Organisationen – darunter Mission EineWelt, Brot für die Welt, pax christi und dem Nürnberger Menschenrechtsbüro – machte mit der Aktion auf seine Forderungen aufmerksam. So soll das europäische Asylrecht harmonisiert, die Möglichkeiten zur legalen Einreise Schutzsuchender ausgebaut und eine menschenwürdige Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge gewährleistet werden. Sämtliche Forderungen konnten direkt per Postkarte von den Teilnehmenden der Straßenaktion an Bundeskanzlerin Angela Merkel geschickt werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch Einlagen der Trommelgruppe „AKWABA“. Zum Abschluss fand im Caritas-Pirckheimer-Haus eine Gesprächsrunde zum Thema „Der glücklichste Flüchtling ist jener, der zu Hause bleiben kann“ statt.

Dr. Traugott Farnbacher, Referent für Papua-Neuguinea, Pazifik, Ostasien bei Mission EineWelt, wird der Ehrendoktor verliehen.

Als Anerkennung für sein Engagement in der weltweiten Ökumene und seinen großen Einfluss auf die ökumenische Zusammenarbeit der pazifischen Partnerkirchen mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zeichnet das Pacific Theological College (PTC) auf Fidschi den Theologen aus.

In der Begründung verweist die Hochschule, die den theologischen Nachwuchs für viele Länder der pazifischen Region ausbildet, auf die besondere Rolle, die Farnbacher in diese Ausbildungsarbeit für künftige Führungskräfte in den pazifischen Kirchen einbringt. Die Hochschule würdigt vor allem die Führungsqualitäten des Theologen sowie seine seelsorgerliche Kompetenz. Der Rektor der theologischen Hochschule, Prof. Dr. Feleterika Nokise, gratulierte Farnbacher mit den Worten “Sie haben Ehre für Ihre Kirche, Mission EineWelt, Ihre Familie und Freunde und natürlich sich selbst gebracht.“

Die Zeremonie zur Verleihung des Ehrendoktors wird im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Bestehens der theologischen Hochschule in Suva/Fidschi am 6. März 2015 stattfinden.